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Trödelshow Ungewöhnlicher Anblick bei "Bares für Rares" - das ist wegen Corona neu

Bares für Rares: Susanne Steiger, Walter Lehnertz, Wolfgang Pauritsch, Daniel Meyer, Julian Schnmitz-Avila
Ungewohnter Anblick bei "Bares für Rares": Die Händler sitzen jetzt an Einzeltischen
© ZDF
Daran werden sich die Zuschauer gewöhnen müssen: Das ZDF strahlte am Freitag die erste Post-Corona-Folge von "Bares für Rares" aus. Um die Show fortführen zu können, waren zahlreiche Änderungen nötig.

Händeschütteln, das Geld vorzählen und übergeben oder das Herumreichen der Gegenstände: Das war bei "Bares für Rares" bislang völlig normal. Von Corona und Abstand war in der erfolgreichen ZDF-Show mit Horst Lichter nichts zu sehen. Der Grund: Die bislang ausgestrahlten Folgen wurden vor der Coronakrise aufgezeichnet. Erst seit Freitag ist die Sendung im Pandemie-Zeitalter angekommen – mit vielen Änderungen.

Die jetzt ausgestrahlte Show ist die erste von zahlreichen im Juni gedrehten neuen "Bares für Rares"-Folgen. Der sonst so joviale und kumpelhafte Horst Lichter ist zum Abstand halten verdonnert. Er darf keine Hände mehr schütteln und übergibt die Händlerkarte nicht mehr. Auch in der Dramaturgie der Sendung und im Händlerraum waren zahlreiche Änderungen notwendig.

Die Corona-Neuerungen bei "Bares für Rares":

  • Händlerkarte
  • Die Karte kann nicht mehr übergeben werden. Deshalb ist sie ganz gestrichen worden.

  • Tresen für Verkäufer
  • Die Verkäufer bekommen einen eigenen Tresen, an dem sie während der Expertise stehen. Damit wird der Abstand zu Horst Lichter und Experte gewahrt.

  • Menschen im Hintergrund
  • Bislang waren während der Begutachtung der Objekte andere Verkäufer im Hintergrund zu sehen. Sie wurden gestrichen. Horst Lichter, der Experte und die Verkäufer stehen alleine vor der Kamera.

  • Übergabe der Objekte
  • Künftig liegen alle Objekte bereits vor dem Experten. Die Übergabe entfällt. Auch beim Gang zu den Händlern bleibt die Ware liegen.

  • Neue Tresen im Händlerraum
  • Ein seltsamer Anblick: Die Händler sitzen künftig an fünf kleinen Einzeltischen, die versetzt angeordnet sind. Der große Tresen, der gerade erst erneuert wurde, fällt weg.

  • Objekte auf Extra-Tisch
  • Die Objekte werden im Händlerraum nicht mehr zwischen den Händlern durchgereicht, sondern liegen auf einem zusätzlichen Tisch vor den Händlern. Will ein Händler das Stück näher betrachten, muss er aufstehen und nach vorne gehen.

  • Geld vorzählen
  • Die Händler müssen aufstehen und zählen das Geld auf dem Extra-Tisch vor. Dort bleibt es dann liegen. Das Händeschütteln entfällt selbstverständlich.

In der Show ging Lichter auf die Neuerungen nicht ein, sie wurden nicht thematisiert. Das Wort "Corona" soll eben in der Nachmittagsshow nicht vorkommen. Die Veränderungen wirken sich auf den Charme von "Bares für Rares" zum Glück nur wenig aus. Horst Lichter duzt trotz Abstand weiter. Nur die einzelnen Tresen im Händlerraum wirken sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem weil jeweils zwei Händler in zweiter Reihe sitzen.

Sehen Sie im Video: "Bares für Rares" – fünf spannende Fakten zur Antiquitätenshow. "Bares für Rares" ist einer der Quotenerfolge im Nachmittagsprogramm. Die von Horst Lichter moderierte Sendung lockt täglich Millionen Menschen vor die Bildschirme. Fünf Fakten zur kultigen "Trödelshow":  Rekordsumme: Die teuerste Antiquität Der höchste Preis, der in der Sendung je erzielt wurde, liegt bei 42.000 Euro. Und zwar für ein diamantbesetztes Kreuz, das Holzsplitter des echten Kreuzes von Jesus beinhalten soll. Über 900 Folgen seit 2013 "Bares für Rares" läuft seit 2013 – zunächst nur sonntags. Mittlerweile wurden über 900 Folgen der Kultsendung ausgestrahlt. De älteste Antiquität ist 5000 Jahre alt Die älteste verkaufte Antiquität ist ein 5000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel, das für 1200 Euro den Besitzer wechselt. Fernsehpreise für "Bares für Rares"  Nicht nur ein Quotenerfolg: Die Antiquitätenshow wird auch mit Preisen ausgezeichnet. "Bares für Rares" gewinnt die Goldene Kamera 2018 und den Deutschen Fernsehpreis 2019.  Horst Lichter wurde von der Show abgeraten Horst Lichters Management rät ihm zunächst davon ab, die Sendung zu moderieren. Er sei Koch und kein "Trödelonkel", habe man ihn gewarnt. Mittlerweile ist der Moderator aus der Show nicht mehr wegzudenken.
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Walter "Waldi" Lehnertz war in der ersten Corona-Show einer davon. Gestört hat es ihn offenbar nicht. Sein erstes Gebot lautete wie immer: "80 Euro". Manche Dinge ändern sich eben auch mit Corona nicht.

mai

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