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"Circus HalliGalli": "Scheißtag für den Sender" - Joko versagt als Teleshoppingverkäufer

"Das wird ein Scheißtag für den Sender", prophezeite Joko Winterscheidt über seinen Zwangseinsatz als Teleshoppingverkäufer bei HSE24. Er sollte recht behalten. Am Ende wurde der "Circus HalliGalli"-Moderator sogar rausbefördert.

Joko Winterscheidt

HSE24 statt "Circus HalliGalli": Joko Winterscheidt versagt beim Trampolinverkauf.

Ansgar Kessemeier ist Programmchef beim Teleshoppingkanal HSE24 und setzt zu Beginn große Hoffnungen in seinen neuen Verkäufer. "Wir hatten vor drei Wochen den stärksten Tag seit drei Jahren. Aufgabe ist es, da noch ein bisschen drüber zu kommen", sagt er zu Joko Winterscheidt. Der "Circus HalliGalli"-Moderator soll für eine Stunde bei HSE24 Produkte verkaufen. Doch die Aktion endet nach wenigen Minuten im Eklat.

"Spontan wenn ich du wäre" heißt das Format von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, bei denen sich die beiden "Circus HalliGalli"-Macher gegenseitig in möglichst peinliche Situationen bringen. In der neusten Show am Montagabend präsentierte Heufer-Umlauf seinen neusten Coup. Er hatte den ahnungslosen Joko Winterscheidt als Teleshopping-Verkäufer angemeldet.

Von "Circus HalliGalli" zu HSE24

"Joko ist eines der bekanntesten Werbegesichter Deutschlands, jeder will ihn haben - auch HSE24", erklärte Heufer-Umlauf seine Idee. Der Haken: Winterscheidt musste genau die Sätze in der Live-Sendung bei HSE24 sagen, die ihm sein Kollege aus der Regie ins Ohr flüsterte. "Machen wir uns nix vor, das wird ein richtiger Scheißtag für den Sender", unkte Winterscheidt. Wie Recht er behalten sollte, ahnte selbst Programmchef Kessemeier zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Los ging es mit einem Kardio-Trampolin. Doch Joko Winterscheidt torpedierte jede Verkaufsbemühung der sichtlich bemühten Co-Moderatorin. "Sorry, nein. Das ist mir zu unsicher." "Bist du lebensmüde, geh da runter." "Ist aber lebensgefährlich, kann ich ihnen nicht empfehlen", sagte Winterscheidt live in die Kamera - auf Anweisung von Heufer-Umlauf versteht sich. Da verfinsterte sich die Mine von Kessemeier zum ersten Mal. "Wir haben nix lebensgefährliches", murmelte er in der Regie.

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Joko Winterscheidt versagt als Verkaufstalent

In der zweiten Verkaufsshow sollte Winterscheidt einen Augenbrauen-Former anpreisen. Doch besonders hilfreich war er auch da nicht. Heufer-Umlauf forderte ihn auf, herum zu blödeln und Witze zu erzählen. "Es ist wahnsinnig unangenehm. Ich möchte wirklich im Boden versinken", sagte Winterscheidt in der Pause über die Zusammenarbeit mit der Co-Moderatorin, die offenbar nicht eingeweiht war und angesichts Winterscheidts Unverschämtheiten sichtlich entspannt bleibt.

Dann der dritte Versuch: ein sogenannter Fusion-Style. Was das genau ist, erfahren weder die "HalliGalli"- noch die HSE24-Zuschauer. Zu diesem Zeitpunkt telefoniert Kessemeier bereits hektisch. "Und jetzt müssen wir was verkaufen", sagt er. Doch Heufer-Umlauf denkt nicht daran, seinem Kollegen Winterscheidt auch nur einen Satz zu diktieren, der den Umsatz des Geräts ankurbeln würde.

Winterscheidt wird vom Sender genommen

Dann kommt das unerwartete Aus für Verkäufer Joko Winterscheidt. "Des war’s", sagt Kessemeier. "Wie, des war’s?", fragt Heufer-Umlauf in der Regie, der eine Stunde Sendezeit vereinbart hatte. "Als Feuertaufe reicht das", insistiert Kessemeier und nennt die Idee plötzlich nur noch "halbgut". Er schmeißt Winterscheidt vom Sender. 

"Joko hat's vergeigt", fasst Heufer-Umlauf zusammen. "Schade, er hätte eine Karriere als Teleshoppingverkäufer vielleicht noch gebrauchen können", witzelt er. Dem Programmchef von HSE24 ist das Lachen längst vergangen. Denn die Bilanz des Experiments ist verheerend: Null verkaufte Trampoline, null verkaufte Augenbrauen-Former, null verkaufte Fusion-Styler. Aber lustig war's.