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RTL-Dschungelcamp 2013: Joeys Krönung erzielt grandiose Einschaltquote

Für Joey war es ein überraschender Triumpf, für RTL erweist sich "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" als sichere Quoten-Bank. 2013 entwickelte sich zum zweitbesten Dschungelcamp aller Zeiten.

Wer so elegant und furchtlos Schweinesperma trinkt, kann gar nichts anderes werden: Joey Heindle ist der RTL-Dschungelkönig 2013

Wer so elegant und furchtlos Schweinesperma trinkt, kann gar nichts anderes werden: Joey Heindle ist der RTL-Dschungelkönig 2013

Herzlichen Glückwunsch Joey Heindle, Dschungelkönig 2013. Aber trotz seiner überraschenden Aufholjagd gegenüber Top-Favoritin Olivia Jones - Sarah Dingens und Konsorten haben ihre Plätze in der grünen Fernseh-Ewigkeit verteidigt. Das narzisstische Model, das sich zum Über-Vorbild der perfekten Trash-TV-Zicke kämpfte, verhalf RTL 2011 zu nie gekannten Einschaltquoten. Daran konnte auch die diesjährige Ansammlung von Halb- und Möchtegern-Prominenz nichts ändern. Aber es war knapp.

8,76 Mio. Zuschauer sahen am Samstagabend wie Claudelle Deckert versehentlich ihre Brüste entblößte. Sieht man es mit den Augen von Trümmertranse Jones könnte man auch sagen: Die Deckert hat noch mal alles gegeben. 2011 – im Jahr der Knappik – schalteten zwar 9,04 Mio. Menschen ein, dennoch war "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" auch in der siebten Staffel eine Quotenfurie, die der Konkurrenz kaum Luft zum atmen ließ. Jeder dritte Fernsehzuschauer (34,6 Prozent) schaltete gestern Abend ein.

Andere Privatsender waren chancenlos

Dramatisch war der Abend allerdings für die private Konkurrenz. Während die öffentlich-rechtlichen Sender noch beim Publikum 50+ punkten konnte, schmierte ProSieben komplett ab. Der Fernsehfilm "Scriptum – Der letzte Tempelritte" hat nicht einmal eine Million Menschen in der werberelevanten Zielgruppe erreicht. Immerhin konnte Sat.1 mit der Free-TV-Premiere von "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" 1,85 Mio. Menschen zwischen 14- und 49-Jahren begeistern. Das reichte für gute 15,6 Prozent. Für den Mediendienst Meedia war dies aber eine verschenkte Premiere, angesichts der sich abzeichnenden Dominanz durch das Dschungelcamp. Überraschend erfolgreich verlief der Abend für das ZDF. "Wilsberg: Die Entführung" erreichte sieben Millionen Menschen beim Gesamtpublikum.

Da auch "DSDS" und "Paul Panzer – Stars bei der Arbeit" sehr gut lief, ging der Abend komplett an RTL. Vielleicht sollten die Kölner im nächsten Jahr aber einfach die Hängematten abmontieren, um die Bewohner zu mehr Aktionen zu motivieren. Olivia Jones könnte als Co-Moderatorin für Stimmung sorgen. Oder, liebes RTL, schickt doch einfach wieder zu den Maden.

Oliver Noffke
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo