VG-Wort Pixel

Dschungelcamp Wie sich Jürgen zum Favoriten gemausert hat


Während Thorsten Legat und Höllena das Dschungelcamp dominieren, hat sich Jürgen Milski in aller Stille zum Favoriten gemausert. Sein Rezept: Immer recht freundlich und ruhig mal dumme Fragen stellen.

Das Dschungelcamp lebt von Kandidaten, die polarisieren. Über die sich die Zuschauer das Maul zerreißen. Die grandios scheitern, sich blamieren, und die einen zwingen, sich ihnen gegenüber zu positionieren: Daumen rauf oder Daumen runter? 

Im diesjährigen Dschungelcamp sind es Thorsten Legat und Helena Fürst, die überproportional zum Unterhaltungswert der Show beitragen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt allerdings, dass es in den seltensten Fällen die umstrittenen Kandidaten waren, die sich am Ende die Dschungelkrone aufsetzten. Sondern Teilnehmer, die die Harmonie im Camp gefördert haben. So gewann Peer Kusmagk - und nicht Sarah Knappik. Melanie Müller lag vor Larissa Marolt. Und im vergangenen Jahr wollten die Zuschauer Maren Gilzer - und nicht den ungleich unterhaltsameren Walter Freiwald.

Jürgen sorgt für gute Laune im Dschungelcamp

Bleiben die Zuschauer ihrer Logik treu, dann dürfte in diesem Jahr alles auf Jürgen Milski herauslaufen. Der Ex-"Big Brother"-Teilnehmer sorgt mit seiner freundlich-kölschen Art für ein entspanntes Klima im Dschungelcamp. Immer hat er einen netten Spruch auf den Lippen, er kann mit allen gut, macht sich keine Feinde - und setzt sich sogar für seine Mitbewohner ein. Dass er für den mit 31 Jahren noch immer jungfräulichen Menderes öffentlich eine Frau suchte, dürfte ihm beim Publikum weitere Pluspunkte verschafft haben.

Beispielhaft für Milskis Wirken im Camp ist sein Gespräch vom Dienstagabend. "Was war für dich härter, das hier oder Topmodel?", fragte er am Dienstagabend die bislang so verschlossene Nathalie Volk - und setzte damit überraschend ein Gespräch in Gang. Das er mit verständnisvollen Einschüben - "Schlimmer wie mit Kakerlaken, ne?" - gekonnt am Laufen hielt, und mit Detailfragen sogar Interesse zum Ausdruck brachte: "Habt ihr in den drei Monate eine Kostenpauschale bekommen?"

Zuhören statt vollquatschen

Ein typisches Jürgen-Gespräch: sich für den anderen interessieren, dabei aber maximal unverbindlich bleiben. Thorsten Legat hätte ihr währenddessen versucht, ein paar altkluge Lebensweisheiten mit auf den Weg zu geben - "Du musst dich anbieten", "Leistung zeigen". Dagegen hört Jürgen einfach nur zu und gibt dem Gesprächspartner damit ein gutes Gefühl. 

Vor allem beherrscht er die Königsdisziplin: Er kann auch mal weinen. Als Rolf Zacher auszog, fühlte sich Milski an seinen Vater erinnert, von dem er sich damals nicht verabschieden konnte, und vergoss ein paar Tränen.

Freundliche Schale, verständnisvolles Auftreten, gefühliger Kern: Jürgen bringt alles mit, was die Zuschauer mögen. Er ist weich, aber nicht verweichlicht.

Viele halten Menderes für den Topfavoriten auf die Krone. Doch wollen die Zuschauer wirklich einen Mann wählen, dessen ausgeprägtestes Merkmal seine Jungfräulichkeit ist und über den Ricky Harris sagt: "Er läuft hinter jedem her. Wenn er mal spricht, ist er immer der leidende Junge."

Kaum vorstellbar, dass sich Jürgen Milski von diesem leidenden Jugen die Dschungelkrone rauben lässt.

che

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker