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16-jähriges Flüchtlingsmädchen: Das bewegendste DSDS-Casting des Jahres

Es war eines der bewegendsten Castings in der Geschichte von "Deutschland sucht den Superstar": Das 16-jährige Flüchtlingsmädchen Kimiya Zares sang sich mitten ins Herz der Jury. Doch weil sie keinen Pass hat, kann sie womöglich nicht zum Recall nach Dubai.

Dieter Bohlen war von dem Schicksal der 16-jährigen Kimiya Zares sehr berührt.

Dieter Bohlen war von dem Schicksal der 16-jährigen Kimiya Zares sehr berührt.

Zunächst beginnt alles wie ein normales Casting: Die 16-jährige Kimiya Zares stellt sich der DSDS-Jury vor, dann singt sie Elvis Presleys "Can't Help Falling In Love" - eine ungewöhnliche Nummer für eine Schülerin aus der neunten Klasse. Dieter Bohlen ist begeistert: "Du hast die Nummer interessant verkauft und baust eine Spannung auf." Obwohl sie erst 16 Jahre alt sei, klinge ihre Stimme, als hätte sie bereits "300 Jahre Gesangsunterricht", schwärmt der Pop-Titan. Auch der Rest der Jury ist voll des Lobes - Kimiya bekommt viermal "Ja" und darf in den Recall.

Kimiyas Brief rührt Dieter Bohlen

Der Hammer kommt aber erst nach der Gesangsnummer. Wenige Tage nach ihrem Auftritt schickt Kimiya einen anrührenden, drei Seiten langen Brief an Dieter Bohlen. Darin schildert sie ihren langen Leidensweg: "Als ich elf Jahre alt war, verließ ich meine Heimat mit meiner Familie. Furcht und Angst waren der Grund, nach Deutschland zu kommen. Wir mussten unser Leben retten." Über Norwegen kam die Familie schließlich nach Deutschland. "Wir haben unser Leben bei null angefangen", schreibt Kimiya.

Obwohl sich die Schülerin für den Recall in Dubai qualifiziert hat, kann die gebürtige Iranerin nicht an der nächsten Runde teilnehmen. Der Grund: Sie darf Deutschland nicht verlassen. "Ein ganz hartes Schicksal, sie hat keinen Pass, kein nix. Menschen, die so viel erleben, das hörst du auch beim Singen", erklärt der Chefjuror.

Kann Kimiya doch noch nach Dubai?

Der Brief, den Dieter Bohlen den restlichen Jurymitgliedern (Michelle, Shirin David und Scooter-Frontmann H.P.Baxxter) vorgelesen hat, habe den 62-Jährigen zutiefst erschüttert, erklärt er in der Sendung. "Das rührt einem natürlich schon, wenn man so etwas liest von so einem kleinen Mädchen. Sie war auf der ganzen Welt, mal hier mal, da. Niemand wollte sie haben. Das ist wirklich ein ganz hartes Schicksal."

Bohlen: "Diesen Brief von dir werde ich niemals vergessen. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, werde ich das tun. Ich hoffe, dass RTL, die Jury und ich das schaffen." Ob seine Bemühungen erfolgreich sind, wird sich spätestens im Recall zeigen.

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