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Milliardär als Filmkritiker Elon Musk über neue "Herr der Ringe"-Serie: "Tolkien dreht sich im Grabe um"

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk
© SIPA PRESS / Action Press
Amazons neues Serienprojekt "Die Ringe der Macht" sorgt derzeit für viel Aufsehen. Viele Fans sind begeistert, andere stören sich an der angeblichen "Wokeness" des "Herr der Ringe"-Prequels. Auch Elon Musk gefällt das nicht.

Manchmal könnte man denken, niemand habe es schwerer als weiße Männer. Diesen Eindruck erweckt auch Tesla-Chef Elon Musk, als er nun über die neue Amazon-Serie "Die Ringe der Macht" twitterte. In dem anspruchsvollen Projekt wird die Geschichte erzählt, die später zu den Ereignissen in den Tolkien-Werken "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" führen wird. Noch vor Ausstrahlung der ersten Folge gab es jedoch reichlich Diskussionen um die Serie – denn Tolkien-Fans sind, ähnlich wie Fans von "Star Wars" oder Comic-Verfilmungen wie "Batman", gern eher konservativ und kritisch. Und "Die Ringe der Macht" basiert nicht direkt auf einem Buch des 1973 verstorbenen britischen Autors.

Einige Kritiker mäkelten auch nicht konkret an der Serie selbst herum, sondern am Casting: Aus nicht zwangsläufig nachvollziehbaren Gründen schien es ihnen zu missfallen, dass es in einer Fantasywelt auch schwarze Charaktere und starke Frauen geben sollte. Bei Amazon dürfte man über Kritiker, Mäkler und empörte Tolkien-Puristen eher die Schultern zucken: Mehr als 25 Millionen Menschen wollten die erste Folge direkt am Veröffentlichungstag sehen – ein Rekord für den Streaming-Anbieter. Allerdings entschied man sich, die Bewertungsfunktion abzuschalten, da sich dort zunehmend Hater und Trolle verewigen wollten.

"Die Ringe der Macht" spaltet die Gemüter – auch jenes von Elon Musk

Was man wohl aber nicht geahnt hätte, egal wie man zu "Die Ringe der Macht" steht, ist, dass die Fantasy-Serie es schaffen würde, den Milliardär Elon Musk emotional so anzukratzen, dass er tatsächlich darüber twittert. "Tolkien dreht sich im Grabe um", schimpfte der 51-Jährige. "Und jeder männliche Charakter bisher ist ein Feigling, ein Idiot, oder beides. Nur Galadriel ist tapfer, klug und nett." Womit wir wieder beim anfangs erwähnten Punkt der weißen Männer wären.

Eine Twitter-Nutzerin kommentierte genau das recht treffend, aus weiblicher Sicht: "Wie schwer muss es sein, wenn nicht in jedem Film eine Vielzahl von tapferen, klugen und netten Charakteren deines eigenen Geschlechts auftaucht. Ich frage mich, wie das wohl sein muss ..."

Quellen:  Twitter"Der Standard"

wt

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