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Interview

Enissa Amani: "Ich finde nichts schlimmer, als wenn eine Frau sich als Dummchen gibt"

Mit "Studio Amani" etabliert Enissa Amani gerade eine neue Late Show im deutschen Fernsehen. Im Interview spricht die Deutsch-Iranerin über ihren rasanten Aufstieg - und erklärt, warum sie keine Tussi ist.

Enissa Amani

Enissa Amani bezeichnet sich ironisch als "Vollbluttussi", vor allem ist sie aber eine intelligente und witzige Frau.

Enissa Amani, nach drei Sendungen in Folge ist Ihre Sendung "Studio Amani" am Ostermontag ausgefallen. Hat Ihnen was gefehlt?
Es war gut, dass ich etwas Luft hatte. Wir konnten in der Zeit neue Sachen drehen. Es gab einige aufwendige Aktionen. So musste ich versuchen, den Rhein zu durchqueren. Ich verrate aber noch nicht, ob ich’s geschafft habe.

Habe Sie eine erste Zwischenbilanz gezogen?
Das machen wir nach jeder Sendung. Wir sind eine ganz junge Show und sitzen jeden Dienstagmorgen zusammen und besprechen die Folge: Was war gut? Was war nicht gut? Und wie war das Feedback in der Presse und bei den Zuschauern? Es ist toll, dass wir so unglaublich viel Beachtung finden. Ich dachte, wir sind eine kleine Show, die unterm Radar läuft, und es würde ein Jahr dauern, bis sich jemand intensiver mit uns befasst. Andererseits führt das auch dazu, dass man sich stärker mit Kritik auseinandersetzen muss.

Bei den Reaktionen ist von totaler Begeisterung bis Ablehnung alles dabei. Warum polarisiert Ihre Sendung so?
Es liegt wohl daran, dass ich auf dem früheren Sendeplatz von "TV total" gelandet bin. Ich bin ein großer Fan von Stefan Raab und ich hätte niemals im Ansatz nur einen Vergleich gewagt. Eine Show, die 15 Jahre erfolgreich im deutschen Fernsehen lief, und eine Show, von der es erst drei Sendungen gibt - wie kann man das vergleichen? Das sind Fußstapfen, in die ich nicht treten kann. Ich will eine neue Show machen und hoffe, dass sie vielen Zuschauern gefällt. Das immer wieder erklären zu müssen, hat mich die letzten Wochen schwer beschäftigt.

In einem Filmbeitrag für "Studio Amani" haben Sie "TV Total"-Redakteure vom Arbeitsamt aufgelesen. Haben tatsächlich frühere Raab-Mitarbeiter bei Ihnen Anstellung gefunden?
Ja, das war kein Fake. Ein paar Mitarbeiter sind nach dem Ende von Raab von Brainpool zu Endemol gewechselt. Einige von denen sind jetzt in meiner Show involviert.

Sie werden im Internet zum Teil heftig angegangen. In "Studio Amani" verarbeiten Sie diese Reaktionen humoristisch. Bleibt dennoch etwas bei Ihnen hängen?
Natürlich. Ich habe innerhalb von zwei Jahren den schnellsten Comedy-Start gemacht, den es in Deutschland jemals gegeben hat. Ich habe noch 2013 in Köln auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet, darüber nachgedacht, wie ich mir eine Existenz aufbauen kann und wollte Literatur studieren. Ich hatte zehn Auftritte in Cafés und einen bei "Nightwash". Dann kam die Anfrage von "TV Total", im Januar 2014 war ich zum ersten Mal bei Raab. Und jetzt habe ich meine eigene Show. Deshalb ist alles sehr neu für mich - und natürlich nehme ich mir Kritik auch zu Herzen.

Hat sich Ihr Leben stark verändert?
Ich bin noch nicht so schnell gewachsen wie meine Karriere. Ich muss jetzt lernen, mit der neuen Öffentlichkeit umzugehen: Dass ich nicht mehr auf jeden Facebook-Kommentar antworten kann. Vor allem muss ich lernen, dass ich es nicht jedem recht machen kann.

Ist man bei ProSieben bislang mit Ihrer Show zufrieden?
Ich habe wirklich einen tollen Sender. Die haben mir gesagt: Wir machen diese Show, weil wir an dich glauben. Ich habe sehr viele Freiheiten bei ProSieben. Auch aus dem Team bekomme ich viel Rückhalt. Ingrid von Ingrid und Klaus hat mir den schönsten Satz aller Zeiten gesagt: "Enissa, mach dir mal keine Sorgen wegen der Kritik. Coca Cola war am Anfang auch allen zu süß." Das fand ich so niedlich.

Sie beschreiben sich selbst als Vollbluttussi. Wie hält es eine solche Tussi in einer Zweizimmerwohnung aus? 
Ich bezeichne mich nur ironisch als Vollbluttussi. Ich bin eben ein Mädchen, das sich gerne schminkt und zurechtmacht. Das kommt leider oft in die Tussi-Schublade. Ich bin überhaupt keine Tussi, das ist ein negatives Wort. Wir haben hier in Deutschland unfassbar schöne Frauen, die aber meistens ein bisschen sportlich und praktisch unterwegs sind. In Italien könnte eine Frau, die sich so schminkt wie ich, problemlos Außenministerin sein. In Deutschland kriegt eine Frau wie ich ganz schnell einen Tussi-Stempel.

Und das ist etwas Abwertendes.
Genau. Ich finde nichts schlimmer, als wenn eine Frau sich als Dummchen gibt. Ich komme aus einem intellektuellen Haushalt und spreche in den sozialen Medien immer wieder Buchempfehlungen aus. Ich habe natürlich auch diese oberflächliche Seite an mir: meine operierte Nase, dazu mein Interesse für Mode und Make-Up. Aber das macht mich nicht zur Tussi. Es macht mich traurig, wenn man aufgrund solcher optischer Sachen alle Frauen in die gleiche Schublade steckt. Auf einmal werde ich mit Verona Pooth und Gina-Lisa verglichen. Ich habe Respekt vor jeder Frau, aber ich habe meine Vorbilder an ganz anderer Stelle. Mahatma Gandhi und Che Guevara sind mein Zuhause. Meine Prioritäten liegen auf dem Inhaltlichen. Ich wünsche mir, dass wir alle weniger in Schubladen denken. 


Enissa Amani wurde 1985 in Teheran geboren und wuchs in Frankfurt auf. Sie nahm erfolgreich an mehreren Schönheitswettbewerben teil, arbeitete für den Shoppingsender QVC sowie als Flugbegleiterin. Seit 2013 wechselte die Einser-Abiturientin (Schnitt: 1,8) in den Bereich Stand-up-Comedy und wurde im Januar 2014 erstmals zu "TV total" eingeladen. Es folgte ein rasanter Aufstieg, seit März 2016 hat die 30-Jährige ihre eigene Sendung "Studio Amani", die montags um 23.15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt wird.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(