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Interview nach dem Finale: Sophie Turner kritisiert die Kritiker: Nach dem Ende von "Game of Thrones" wehrt sie sich

Für die finale "Game of Thrones"-Staffel hagelte es jede Menge Kritik. Ein enttäuschter Fan reichte eine Petition ein und fordert eine Neuverfilmung der Staffel. Nun äußert sich Sansa-Darstellerin Sophie Turner.

Die Krone aus der Serie "Game of Thrones"

Das Staffelfinale der Erfolgsserie "Game of Thrones" war gerade erst ausgestrahlt worden, da hagelte es bereits massive Kritik. Die Fans sind enttäuscht, wütend und fühlen sich von den Serienmachern betrogen. Die Geschichte sei schlecht und unlogisch geworden, sagen die Kritiker, bemängeln verkürzte Handlungsstränge und fehlende Details. Die Schuldigen wurden dafür schnell gefunden: David Benioff and D.B. Weiss, die Produzenten und Drehbuchautoren. Sie waren es, die den Lauf der Geschichte bestimmen mussten, weil die weiteren Buchvorlagen von George R. R. Martin fehlen.

All die Vorwürfe gipfelten in einer Petition, in der verlangt wurde, die finale Staffel neu zu drehen. In ihr heißt es: "David Benioff und D.B. Weiss haben sich als inkompetente Autoren erwiesen, wenn sie kein Ausgangsmaterial (Buchvorlage) haben, auf das sie zurückgreifen können. Die Serie verdient eine finale Staffel, die Sinn macht". Die Petition hat bereits knapp 1,4 Millionen Unterschriften gesammelt. 

Sophie Turner posiert mit blonden Haaren, dunkel geschminkten Augen und einem schwarzen Kleid

Schauspielerin Sophie Turner bei der "Game of Thrones"-Premiere der achten Staffel in der Radio City Music Hall in New York City

AFP

"Game of Thrones" war schon immer unvorhersehbar

In einem Interview äußerte sich nun Sophie Turner zur Petition. Sie spielte seit Beginn der Serie die Rolle von Sansa Stark. Millionen von Zuschauern sahen dabei zu, wie aus dem Teenager eine starke und selbstbewusste Frau wurde – und das gilt nicht nur für Sansa, sondern ebenso für Turner selbst. "Game of Thrones" starte 2011, Turner war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt. Mit der Premiere der Serie feierte auch sie ihr Debüt. 

In der "New York Times" verneint sie die Frage, ob sie von dem Missmut einiger Fans überrascht sei. "Die Leute hatten immer eine Idee davon, wie eine Show enden soll und wenn es nicht so kommt, wie sie es sich wünschen, fangen sie an, ihre Meinung kundzutun und zu rebellieren", sagt sie.

Zweifelsohne hat sich "Game of Thrones" immer hervorgehoben aus der Flut von gut produzierten Serien – der Verlauf der Geschichte war unvorhersehbar und manche Wendungen im wahrsten Sinne unglaublich. Das macht den Charme und die Anziehung auf die Fans aus. Auch deshalb findet Turner, dass es den Fans, die wütend nach einer Neuverfilmung verlangen, an Respekt mangele. 

"All diese Petitionen und solche Dinge – ich denke, es ist respektlos gegenüber der Crew, den Autoren und Serienmachern, die unermüdlich über zehn Jahre gearbeitet haben und seit elf Monaten die letzte Staffel gedreht haben", erklärt sie. Viele Leute hätten unermüdlich und hart gearbeitet und diese Aufopferung würde nun durch den Dreck gezogen, weil einigen Zuschauern die Staffel nicht gefalle.

Der ständige Druck machte sie psychisch und körperlich krank

Turner litt viele Jahre unter dem enormen Druck der Branche. Als Teenager eine Berühmtheit zu sein, zehrte an ihrer Gesundheit. In einem Interview mit "The Sunday Times" spricht sie erstmal offen über die gesundheitlichen Folgen. Psychische Probleme hätten ihren Stoffwechsel verändert, wodurch sie zugenommen habe. In Folge dessen sei sie vom TV-Studio aufgefordert worden, das zugenommene Gewicht wieder abzunehmen. So habe ein Abnehm-Wahn begonnen. "Es hat meinen Verstand übernommen, es war alles, worüber ich nachgedacht habe. Kalorienzählen und das alles. Oh, ich esse heute nur Nüsse", gibt sie zu. Es sei so extrem geworden, dass sogar ihre Periode ausgeblieben sei (mehr lesen Sie hier). Erst durch die Unterstützung ihres jetzigen Ehemanns Joe Jonas habe sie gelernt, ihren Körper zu lieben und die extremen Diäten zu beenden. ""Ich denke, er hat gewissermaßen mein Leben gerettet", sagt sie heute.

Quelle: "New York Times" 

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fis