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"Bares für Rares" Geschwister kassieren Megasumme – Omas Erbstück wertvoller als gedacht

Helen und Jens Riegler stehen im Studio von Bares für Rares neben ihrem Gemälde
Helen und Jens Riegler freuen sich bei "Bares für Rares" über viele und hohe Gebote. Ihr Gemälde, ein Erbstück von Opa und Oma, bringt viel mehr als die Geschwister erwartet hatten.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein altes Gemälde zum Verkauf. Das sieht zunächst nach einer Kopie aus, macht dann aber zwei Geschwister glücklich.

Das Bild hing jahrelang bei Oma und Opa an der Wand: Helen und Jens Riegler aus Priem und Regensburg kommen mit einem Gemälde zu "Bares für Rares". "Das haben unsere Großeltern in den 80er Jahren gekauft, seitdem hatten sie es über dem Sofa hängen", verrät das Geschwisterpaar in der ZDF-Trödelshow von Horst Lichter. Den Künstler konnten sie bereits ausfindig machen und haben ein bisschen recherchiert. Doch was das Gemälde wirklich wert ist, übertrifft die kühnsten Erwartungen der Rieglers.

"Das Bild ist sehr, sehr gut gemalt", sagt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. Er habe sich das Gemälde mit dem Fadenzähler angucken müssen, um nicht versehentlich auf einen Kunstdruck reinzufallen. "Die Malereitechnik ist feinteilig. Doch es ist echt", bestätigt der Sachverständige. Das Bild "Dämmerung in der Heide" sei zwischen 1908 und 1918 von Karl Schirm in Öl auf Leinwand gemalt. Der Künstler aus Wiesbaden sei auf Landschaftsdarstellungen spezialisiert gewesen. Seine Heidemotive seien sehr beliebt gewesen. "Das ist exzellent gemacht, man kann kaum den Farbauftrag erkennen", schwärmt Schulte-Goltz.

"Bares für Rares"-Experte verdreifacht den Wunschpreis

500 Euro hätten die Geschwister Riegler gerne für das Bild. "Wir waren uns nicht sicher, ob es echt ist", geben sie zu. Doch da es sich um ein Original handele, halten sie die Summe für angebracht. Doch obwohl das Gemälde dringend gereinigt werden muss ("Da ist überall Fliegendreck drauf"), hält Experte Schulte-Goltz den Betrag für viel zu niedrig. Zwischen 1500 und 1800 Euro seien für den echten Schirm drin. Also mehr als das Dreifache des Wunschpreises. Doch sind auch die Händler bereit, so viel zu zahlen?

Händler von Bares für Rares: Horst Lichter präsentiert die Erfolgsshow im ZDF

Auch wenn das Gemälde stark vergilbt ist, kommt es im Händlerraum gut an. "Das könnte ich selbst restaurieren", glaubt Julian Schmitz-Avila und startet mit einem Gebot von 200 Euro. Viel zu wenig. Doch auch David Suppes, Wolfgang Pauritsch und Elke Velten-Tönnies bieten mit. Es kommt zu einem Bieterduell zwischen Suppes und Pauritsch: 650, 750, 1000, 1050, 1100 Euro – der Preis explodiert. Erst bei 1400 Euro steigt Wolfgang Pauritsch aus. "Ich glaube, das reicht." Das Gemälde geht nach Wiesbaden zu David Suppes.

"Wow, damit haben wir nicht gerechnet", sagen die Riegers. Die Geschwister haben fast den Expertenpreis erzielt und ihren Wunschpreis weit übertroffen. "Besser hätte es nicht laufe können."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 21. Juni 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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