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"Queen of Drags" auf ProSieben: "Wir besuchen jedes Jahr die Gay Pride Parade": Heidi Klum spricht über ihre neue Show

Ab kommender Woche ist Heidi Klum in der Jury von "Queen of Drags" auf ProSieben zu sehen. Nun hat die 46-Jährige erklärt, weshalb sie an der Show mitwirkt.

Heidi Klum

Topmodel Heidi Klum gehört zu den bekanntesten Deutschen weltweit

AFP

Die Aufregung war groß, als im Juni die Nachricht von Heidi Klums neuer Show durchsickerte: Die 46-Jährige werde Host von "Queen of Drags", eine deutsche Variante der US-Sendung "Drag Race". Darin sucht die bekannte Drag Queen RuPaul "Amerikas nächstem Drag-Superstar".

Dass nun ausgerechnet Heidi Klum bei dem ProSieben-Ableger die Rolle RuPauls einnehmen sollte, sorgte bei vielen Kritikern für Kopfschütteln: Eine Frau, die für ein eher überkommenes Frauenbild steht - das sei "eine Beleidigung für alle Fans der schwulen US-Show", urteilte die "taz". Und "Neon" befand: "Für Fans ist das leider ein Schlag ins Gesicht". Wegen der Beteiligung von Klum wurde sogar eine Online-Petition gestartet. 

"Queen of Drags" startet am 14. November

Der Wirbel hat sich mittlerweile etwas gelegt, zumal mit Olivia Jones und Conchita Wurst Menschen mitwirken, die in der queeren Szene eine weit größere Kredibilität besitzen. Am 14. November geht es los, sechs Folgen sind geplant.

Kurz vor dem Start hat sich nun Heidi Klum zu dem Format geäußert und betont, wie sehr ihr die Szene am Herzen liegt. "Ich unterstütze sie, wo ich nur kann – und überlege mir etwa eine Show wie diese, um sie auf die große Bühne zu bringen", sagt die GNTM-Moderatorin im Interview mit der Zeitschrift "TV Digital". Ihre wichtigste Aufgabe sei es, vier Kinder großzuziehen, die die Welt offen betrachten.

Heidi Klum erzieht ihre Kinder zu Toleranz

Durch ihren Beruf und das Leben in L.A. hätten ihre Kinder bereits Menschen verschiedener Kulturen und Hautfarben kennengelernt. Vielfalt sei ihr wichtig. "Wir besuchen fast jedes Jahr die Gay Pride Parade. Meine Kinder kennen das ihr Leben lang – es ist für sie nichts Besonderes, eine Frau zu sehen, deren bemalte Brüste frei baumeln, während sie auf dem Fahrrad fährt." 

Klum hoffe, dass ihre Sendung einen Beitrag für mehr Offenheit und Toleranz leistet: "Indem die Menschen, die durch unsere Sendung in die Welt der Drags hineinschnuppern, mehr Verständnis für sie entwickeln."

Mit ihrem Interview stellt Heidi Klum klar, dass sie nicht nur aus finanziellen Gründen bei "Queen of Drags" mitwirkt - sie steht auch voll hinter der Botschaft.

Quelle: "TV Digital"

che