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Satire-Sendung: "Im Land der Dichten am Lenker": So witzig knöpft sich die "heute-show" E-Scooter vor

E-Scooter sind überall - und scheinen "heute-show"-Moderator Oliver Welke mächtig auf den Keks zu gehen. Also knöpfte er sich den Trend des Sommers einmal gründlich vor. Und hatte gleich noch einige hoch unterhaltsame Sicherheitstips parat.

heute-show E-Scooter

E-Roller sind allgegenwärtig - und stoßen dabei entweder auf Begeisterung oder blanken Hass. Auch Oliver Welke ist wenig angetan. "Genau drei Monate nach Zulassung dieser Roller auf deutschen Straßen frage ich mich: Ob Gott das so gewollt hat?" - fängt er in der "heute-show" sein Segment zu E-Rollern an. Und gibt gleich die Antwort: "Ich meine: Nein." 

"Die mussten zugelassen werden, damit er mit seinen Scootern fahren kann. Plural, der feine Herr", feixt Welke über einen Clip, in dem sich Verkehrsminister Andreas Scheuer schon im März auf die Roller freute. Dabei seien die Roller in der Regel ja eher das Fortbewegungsmittel der Wahl für betrunkene Touristen. Dass nun Zehntausende der Geräte in den Innenstädten herumfahren, stößt Welke sichtlich sauer auf. "Leider nicht in Außenbezirken, wo die Wege zur Bushaltestelle deutlich länger sind. Soviel zum letzte-Meile-Bullshit."

"Einer ist immer der Juicer"

"Eins hat der Scooter aber geschafft: Endlich gibt es in Deutschland einen Job, auf den sogar Hermes-Boten verächtlich runtergucken können", wechselt Welke das Thema. Er meint natürlich die Juicer. "Das sind diese armen Schweine, die nachts Roller wieder einsammeln und bei sich zu Hause mit ihrem Strom wieder aufladen. Die landen manchmal bei einem Stundenlohn unter drei Euro", empört er sich. 

Dass dann noch jemand vorschlägt, dass sich Amazon-Boten ja so die schlechten Gehälter aufbessern könnten, ärgert Welke besonders. "Ja, ist ja super. Warum soll man denn nur tagsüber arbeiten?" Ein Clip schlägt vor, dass die Boten auch noch gleich die verletzten Fahrer behandeln könnten - natürlich ebenfalls zu Hause. 

Mehr Spaß mit Andi

Zur Sicherheit der Scooter hat sich die "heute-Show" dann noch gleich eine neuen Jugend-Kanal des Verkehrsministers ausgedacht. Schauspielerin Valerie Niehaus erklärt in "Street Fun mit Andi", warum die Apps der Anbieter einfach viel zu viele Buchstaben enthalten, um von den Rollerfahrern verstanden zu werden. "Wer so oft auf die Fresse fällt wie Scooter-Fahrer kann doch nicht mehr lesen."

Eine Helmpflicht sei aber auch keine Lösung. "Man darf die Dinger mit 14 fahren. In dem Alter ist die Fontanelle noch gar nicht zugewachsen, da ist der Kopf noch ganz weich", erklärt Niehaus Youtube-typisch aufgekratzt. "Außerdem: Sagen Sie mal einem Teenager, der morgens eine Stunde im Bad braucht, er soll die Frisur mit 'nem Helm kaputt machen" - und fügt mit einem Blick auf Welkes schütteres Haar hinzu: "Ach so, das sind natürlich Probleme, da können Sie sich nicht reindenken." Welke verzieht keine Miene.

Auch über Niehaus' Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit ist er weniger begeistert. Ein Bierhelm hilft beim Pegel halten, beim Sex auf dem Roller sollte wenigstens einer nach vorne schauen und man muss unbedingt darauf achten, dass der Shisha-Schlauch nicht ins Rad kommt, empfiehlt Niehaus. Bei den Überlegungen, ob man statt der Richtungs-Anzeige per Hand nicht einfach in diese Richtung pinkeln sollte, hat Welke dann aber genug: Statt auf den Roller zu steigen, holt er sich lieber ein Taxi.