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Presseschau Flüchtlingsgala im ZDF: Das Gegenteil von gut gemacht? Gut gemeint!

Das ZDF hilft, Johannes B. Kerner hilft - und die Gäste helfen auch: Die Flüchtlingsgala "Menschen auf der Flucht" war eine gute Idee, die gnadenlos scheiterte. Die Kritiken sind vernichtend. Das größte Problem war dabei nicht mal der Moderator selbst.

Johannes B. Kerner

Betroffen kucken kann er: Johannes B. Kerner moderierte die Flüchtlingsgala "Auf der Flucht - Deutschland hilft!"

Nach Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime und rechten Parolen schwappt eine Welle der Hilfsbereitschaft durch Deutschland. Überall wollen Menschen helfen, die Not der vielen Flüchtlinge zu lindern. Auch im ZDF. Die Mainzer haben sich eine Spendengala mit viel Tam-Tam ausgedacht, um die vielen Hilfsaktionen in Deutschland zu zeigen. Im Stil von "Ein Herz für Kinder" gab es am Donnerstagabend die Show "Auf der Flucht - Deutschland hilft!" zu sehen. Moderator Johannes B. Kerner hatte Dutzende prominente Gäste eingeladen - und alle kamen: Tim Mälzer, Steven Gätjen und Jürgen von der Lippe, Anna Loos, Rea Garvey. Til Schweiger wurde sogar eigens aus Moskau zugeschaltet. Sie alle wollten mit ihrem Einsatz helfen. Gäste und Moderator meinten es gut. Doch das war leider das Gegenteil von gut gemacht.

Die Kritiken der Sendung sind verheerend. Kerners Umgang mit eingeladenen Flüchtlingen wird ebenso kritisiert wie die Selbstbeweihräucherung der Prominenten. Der Vorwurf: Ihr Engagement sei zum puren Selbstzweck verkommen. "Mit der konfusen Gala 'Auf der Flucht - Deutschland hilft!' klopfen Johannes B. Kerner und das ZDF dem hilfsbereiten Deutschland so stark auf die Schulter, dass es schmerzt", schreibt Arno Frank von "Spiegel-Online". Er spricht von einer "Verteddybärisierung der Flüchtlinge". Das "gute Zureden" von Prominenten habe an diesem Abend überwogen. "So feiert sich eine Mehrheit, die sich ihrer selbst gar so sicher nicht sein kann."

Nur ganz kurz habe Kerner mal ernsthaft von “Sorgen, Ängsten und Nöten" gesprochen und die Frage gestellt, wie lange denn noch an den Bahnhöfen geklatscht werden würde. "Was folgte, war dann aber nur ein weiterer Beitrag im Stil von 'Die Sendung mit der Maus' über das Schnürchen, an dem alles so irre gut klappt in diesem Land - diesmal die Flüchtlingsaufnahme in München. Gefühlige Klavierklänge (…). Was wir nicht brauchen, sind weitere Sendungen wie diese. Es stimmt schon, der Zweck heiligt die Mittel. Umgekehrt aber entweihen manche Mittel den Zweck."

"Bei Kerner feiern die Gutmenschen sich selbst"

Zu viel Feierei statt Hilfe beklagt Walter Bau von der "Berliner Morgenpost". "Deutschland hilft den Flüchtlingen, das ist gut. Doch muss man das in einer ZDF-Show feiern? Reicht es nicht, Gutes zu tun, ohne sogleich darüber zu reden? Ohne Selfies zu knipsen vor der Flüchtlingsunterkunft? Ohne aus der Hilfsaktion gleich ein Event zu machen?", fragt er. Seine Antwort lautet nein. "Das ZDF und Kerner ('Diese Krise macht so betroffen') ließen reichlich Prominenz auffahren, die zur Solidarität aufriefen - vom Blödelbarden Jürgen von der Lippe bis zu Schwedens Königin Sylvia. (…) So hechelte Moderator Kerner von einem Einspieler über den jungen Flüchtling Elvis aus Guinea, der gerade in Gelsenkirchen eine Schreiner-Lehre absolviert, zum nächsten Studiogast, der sich im 'Eine-Welt-Kreis' für Neuankömmlinge einsetzt. 'Nicht hadern, sondern handeln!', fiel Kerner dazu noch ein. Platter geht's kaum." Sein Fazit: "Die Hilfswelle für die Flüchtlinge ist richtig und wichtig, ja, sie ist dringend notwendig. Diese ZDF-Show war es nicht."

Thore Barfuß spricht auf www.welt.de von der Gala als "totalem Reinfall" und macht dies unter anderem daran deutlich, wie Kerner mit einem Flüchtlingskind umging. "Er sprach mit dem Mädchen, als moderiere er plötzlich die Sendung mit der Maus ('Du sprichst toll deutsch - Pause -, dafür - Pause -, dass du erst ein paar Monate da bist.'). Und bevor das Mädchen Zeit hatte, eine etwas ausführlichere Antwort zu geben, war Kerner schon beim nächsten Punkt (...)." Bei vielen Prominenten sei zudem der Unterschied zwischen Selbstinszenierung und tatsächlichem Engagement nicht immer zu erkennen gewesen, kritisiert er. 

Ein bisschen nimmt er den Moderator Johannes B. Kerner immerhin auch in Schutz. "Aber schon von der Planung her, hätte klar sein müssen, dass die Gala nur schiefgehen konnte. Wenn wir uns nicht verzählt haben, wurden in den knapp zwei Stunden Sendezeit (ursprünglich geplant waren eineinhalb) über 20 Prominente und knapp 10 Berichte von Flüchtlingen und ihren Helfern gezeigt, die anschließend auch noch im Studio interviewt wurden. Selbst der beste Moderator der Welt hätte das in der kurzen Zeit nicht würdevoll hinbekommen können. Johannes B. Kerner versuchte es trotzdem und konnte einem am Ende fast leid tun."

So bleibt Johannes B. Kerner am Ende der Trost, dass es nicht an ihm lag.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.