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Video auf Social Media So "peinlich" erklärt die "Tagesschau" das Jugendwort des Jahres

Susanne Daubner Tagesschau
Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner erklärt das Jugendwort des Jahres
© Tagesschau / Twitter
"Cringe" ist das Jugendwort des Jahres 2021. "Tagesschau"-Sprecherin Susanne Daubner erklärte in einem Video auf den Social-Media-Kanälen der Sendung den Begriff genau richtig.

"Cringe" ist das Jugendwort des Jahres. Noch nie gehört? Dann gehören Sie womöglich zu dem Publikum, das noch regelmäßig die "Tagesschau" im linearen Fernsehen schaut – und damit mutmaßlich rein altersmäßig weit von irgendwelchen Jugendwörtern entfernt ist.

Auf ihren Social-Media-Auftritten erklärte aber auch die altehrwürdige ARD-Nachrichtensendung ihren Follower:innen, was es mit dem Begriff auf sich hat. "Cringe ist das Gefühl, das Sie haben, wenn ich den folgenden Satz sage: 'Digga, wie fly ist eigentlich die Tagesschau, wenn sie mit Jugendwörtern flext. Läuft bei dir, ARD", erläuterte Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner.

Jugendwort des Jahres: "Tagesschau" nimmt sich auf die Schippe

Ganz schön peinlich? Dann hat das Video seinen Zweck erfüllt. "Cringe" steht nämlich für das Gefühl von Fremdscham – und genau das beschleicht einen, wenn arrivierte Nachrichtensprecherinnen krampfhaft mit Jugendsprache um sich werfen. Im Netz kam das augenzwinkernde "Tagesschau"-Video gut an: Allein auf Twitter wurde es innerhalb von 24 Stunden deutlich mehr als 2000 Mal geteilt, auf Instagram gab es fast 300.000 Likes. Und auch in den Kommentaren überwog der Humor das Fremdschämen.

Dass Susanne Daubner das Siegerwort in diesem Jahr bekanntgibt, ist kein Zufall. Bereits als der Langenscheidt-Verlag, der in jedem Jahr die Abstimmung zum Jugendwort des Jahres veranstaltet, die Shortlist bekanntgegeben hatte, war der "Tagesschau" in den sozialen Medien ein Erfolg gelungen: Daubner hatte damals in einem Video die zur Wahl stehenden Wörter einzeln vorgelesen, im Netz hat der Clip mittlerweile Kultstatus. Die "Tagesschau" hat also durchaus Erfahrung damit, sich selbst im Internet auf die Schippe zu nehmen.

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Das Wort "Cringe" bekam bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres 42 Prozent der Stimmen. "Der Begriff gehört zum aktiven Sprachgebrauch der Zehn- bis 20-Jährigen", erklärte der Verlag, der die Wahl seit 2008 organisiert. Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass "cringe" im vergangenen Jahr bereits Platz zwei belegt hatte. Auf den Plätzen zwei und drei landeten in diesem Jahr die Begriffe "sus" (eine Abkürzung für "suspekt") und "sheesh", ein Ausdruck des Erstaunens.

Quellen: "Tagesschau" auf Twitter / Langenscheidt-Verlag

epp

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