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"Tatort" aus Franken: Tödliche Liebe - ein "Tatort" über die Macht der Gefühle

Der Mord an einer erfolgreichen Geschäftsfrau stellt die "Tatort"-Kommissare vor Probleme. Das Opfer war in verschiedenen Dating-Portalen aktiv. Die Ermittler begeben sich auf die Suche nach irregeleiteter Liebe - und kämpfen selbst mit Gefühlschaos.

"Tatort" aus Franken

Szene aus dem Franken-"Tatort": Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) sitzen in der Wohnung der getöteten Barbara Sprenger.

ARD
  • 3 von 5 Punkten
  • Ein solider "Tatort" aus Franken, der sich um das Thema Liebe und Gefühle dreht

Worum geht's?

"Ich hab es getan": Der "Tatort" beginnt mit den Worten einer mutmaßlichen Mörderin, die ihre Tat gesteht. Die erfolgreiche Grundstücksmaklerin Babs Sprenger (Anna Tenta) wurde an ihrem Geburtstag mit einem Sushi-Messer erstochen. Sie lebte zurückgezogen, ihre Arbeitskollegen wissen nur wenig über ihr Privatleben. Dafür finden die Ermittler heraus, dass die Tote auf verschiedenen Dating-Portalen angemeldet war. Ist der Mörder ein enttäuschter Liebhaber? Oder können die Kommissare Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Voss (Fabian Hinrichs) dem Geständnis der Kollegin glauben schenken?

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Dieser Fall bricht eine Lanze für die Polizeiarbeit. Die Ermittler müssen mühsam die Details rekonstruieren: Woher stammt das Messer, mit dem das Opfer getötet wurde? Mit wem hat sie privat verkehrt? Wer könnte ihr letzter Partner gewesen sein? Nach und nach schält sich ein Bild heraus.

Was stört?

Aufgrund der etwas verschachtelten Erzählweise ist die zeitliche Reihenfolge der Geschehnisse nicht immer ganz klar. Das macht es bisweilen schwierig, das Geschehen zu verfolgen.

Die Kommissare?

Das Thema Liebe wird auch auf der privaten Ebene der Ermittler durchgespielt. Felix Voss hat es erwischt, er ist in die hübsche Honigverkäuferin vom Markt so sehr verknallt, dass er jede Woche ein neues Glas von dem Brotaufstrich kauft. Der etwas verklemmte Kommissar findet keinen anderen Weg, seiner Angebeteten nahezukommen. Weil aber kein Mensch so viel Honig verdrücken kann, riecht die Marktfrau den Braten und ergreift schließlich die Initiative. Womit sie Voss überrumpelt: "Ich könnte durchaus vor Ihnen in den Staub sinken", stammelt der. Schließlich verabreden sich die beiden zu einem Kinoabend mit Roberto Rossellinis Ehedrama "Reise in Italien". Eine kuriose Wahl für das erste Date - aber irgendwie passend für einen "Tatort", der sich mit Gefühlschaos beschäftigt.

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Ein- oder Ausschalten?

Diese Folge ist der perfekte Ausklang für das Wochenende: Er ist spannend genug, um 90 Minuten zu fesseln. Gleichzeitig wird hier niemand um den Schlaf gebracht, da auf blutige Szenen weitgehend verzichtet wurde.

Die Kommissare Ringelhahn und Voss ermittelten auch in diesen Fällen: