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Krimi-Check: Zwei Tote, ein Verdächtiger - ein "Polizeiruf" aus der Brandenburger Ödnis

Statt Blumen gibt es im neuen "Polizeiruf 110" aus Brandenburg zwei Leichen. Für die Dorfbewohner scheint der Täter schnell festzustehen. Klare Angelegenheit, oder? Doch Olga Lenski hat ihre Zweifel.

"Polizeiruf 110: Muttertag": Kommissare Lenski und Raszek ermitteln in gespenstischer Atmosphäre

Worum geht's?

Ein polnischer Tischler wird tot im Wahl nahe Szczecin gefunden. Weil seine deutsche Geliebte auch verschwunden ist, ermitteln Olga Lenski und Adam Raczek vom deutsch-polnischen Kommissariat in Swiecko vor allem in einem ostbrandenburgischen Dorf. Für deren Bewohner scheint der Täter sofort festzustehen: ein verhaltensauffälliger Jugendlicher namens Enrico. Doch das ist Lenski zu einfach. Sie versucht, über die Mutter des Verdächtigen mehr über die wahren Hintergründe zu erfahren.

Warum lohnt sich dieser "Polizeiruf 110"?

Matschige Wege statt geteerter Straßen. Baufällige Hütten statt prachtvoller Heime. Die Folge "Muttertag" bildet den dörflichen Kosmos Brandenburgs gut ab und zeigt, wie stark die Unterschiede sind, zwischen der ostdeutschen Peripherie und den Schwabinger Villen, in denen einst Derrick Morde aufklärte. 

Was nervt?

Es ist ja löblich, dass ein Sonntagabend-Krimi ein gesellschaftliches Problem wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf thematisiert. Aber eine Kommissarin, die ihre Tochter nachts im Schlafanzug mit zur Befragung der Angehörigen eines Mordopfers bringt? Das wirkt dann doch ein wenig gekünstelt. 

"Polizeiruf 110: Muttertag": Kommissare Lenski und Raszek ermitteln in gespenstischer Atmosphäre

Und die Kommissare?

Die mögen sich zwar immer noch nicht richtig. Immerhin übernachten die beiden Ermittler in ihrem dritten gemeinsamen Fall zusammen in einem Bett. "Wenn das im Büro die Runde macht...", sagt Adam Raczek (Lucas Gregorowicz). "Wird's eh", kommentiert Olga Lenski (Maria Simon), "also können wir es eigentlich auch gleich tun, oder?" Was der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein könnte, mündet kurz darauf in einer Enttäuschung: Lenski findet heraus, dass sich Raczek über sie beschwert hat.

Einschalten oder ausschalten?

Das Privatleben der Ermittler ist bei diesem "Polizeiruf 110" spannender als der Fall selbst. Der kommt gänzlich ohne Überraschungen aus. Ein Krimi mit nur einem Verdächtigen wird schnell langweilig. Sie können getrost abschalten.

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