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"Bares für Rares" Verkäuferin weint – Gemälde aus Wohnzimmer entpuppt sich als Meisterwerk

Barbara Kemmerling steht im Studio von Bares für Rares in Pulheim
Überraschung bei "Bares für Rares": Barbara Kemmerling erinnert sich an das Gemälde seit ihrer Kindheit. Sie ahnt nicht, was es tatsächlich wert ist.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" fließen Tränen. Ein altes Gemälde entpuppt sich als Meisterwerk - und beschert der Verkäuferin einen beträchtlichen Geldsegen.

Das Bild hing schon bei ihren Großeltern zuhause: Barbara Kemmerling aus Leverkusen kommt mit einem Erbstück zu "Bares für Rares". "Am Anfang dachte ich, es ist vielleicht 300 Euro wert, doch dann habe ich mich schlau gemacht", sagt die 53-Jährige in der ZDF-Trödelshow zu Horst Lichter. Für das Landschaftsgemälde habe sie bereits Angebote von 2500 Euro bekommen. Noch ahnt Kemmerling nicht, dass es beträchtlich mehr wert ist.

"Ein wunderschönes Bild", schwärmt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier. Es stamme von Eugen Bracht, einem der renommiertesten und besten deutschen Landschafts- und Historienmaler. Das impressionistische Gemälde mit dem Gebirgszug von 1917 trägt auf der Rückseite die Nummer 1614. "Bracht hat seine Bilder fortlaufend nummeriert", erklärt Maier und gerät ins Schwärmen. "Ich bin begeistert", sagt er.

"Bares für Rares"-Experte nennt überraschenden Preis

Mindestens 2000 Euro hätte Besitzerin Kemmerling gerne für das Kunstwerk. "Das ist meine Schmerzgrenze", sagt sie. Doch Maier lächelt bereits wissend. Das Gemälde weise keine  Beschädigungen auf, lediglich der Rahmen sei "furchtbar" erklärt er. "Ich würde einen schlichten, weißen Rahmen wählen." Sein Schätzpreis ist mehr als doppelt so hoch: "Minimum 3000 bis 4000 Euro", sagt Maier. Kemmerling ist überwältigt. Damit hatte sie nicht gerechnet. Doch im Händlerraum wartet die nächste Überraschung.

 "Wir sind alle begeistert", sagt Wolfgang Pauritsch und startet mit einem Gebot von 1000 Euro. Fabian Kahl erhöht auf 1500 Euro. Binnen weniger Sekunden erreicht das Gemälde 3000 Euro. "Was würden Sie sich wünschen?", fragt Susanne Steiger die Verkäuferin. Die nennt 4000 Euro als Schmerzgrenze. "Die würde ich machen", sagt Steiger ohne zu zögern. Doch das Bietergefecht geht weiter. Mit 5000 Euro von Steiger erklärt sich Kemmerling schon einverstanden, da bietet Thorsden Schlößner nochmal 200 Euro mehr. Ein derartiges Bietergefecht gab es schon lange nicht mehr.

"Jetzt kommen mir doch die Tränen", sagt Kemmerling. Sie müsse den Verkauf erstmal verarbeiten und sei total happy. Das Gemälde hat mehr als das zweieinhalbfache des ursprünglichen Wunschpreises erzielt. Ein toller Erfolg.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 23. August 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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