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ZDF-"Sommernachtsphantasien": Erotische Filmreihe wird nicht fortgesetzt

Aus für die „Sommernachtsphantasien“ des ZDF: Nach fast 20 Jahren will der öffentlich-rechtliche Sender die jährliche Filmreihe nicht fortsetzen. Der Grund: Es gäbe nicht genug Filme in diesem Genre, die das Zweite zeigen könne.

Weil der internationale Filmmarkt den erotischen Bedürfnissen des ZDF und seines Publikums nicht mehr ausreichend nachkommt, beendet der Sender seine alljährliche Reihe "Sommernachtsphantasien". "Wenn der internationale Filmmarkt eine größere Auswahl in diesem Genre böte, wäre noch lange nicht Schluss mit den knisternden Fernsehabenden im ZDF", teilte die zuständige Filmredakteurin Doris Schrenner am Freitag in Mainz mit. "Allerdings wurde es in den letzten Jahren immer schwieriger, ein erfolgversprechendes Angebot aus großer Mainstream-Unterhaltung und ambitioniertem Arthouse-Kino für diese Reihe zusammenzustellen."

Daher läuft zum vorerst letzten Mal in diesem Jahr vom 4. Juli (22.15 Uhr) an die Reihe "Sommernachtsphantasien" - mit lediglich sechs Filmen an sechs Montagen hintereinander.

Den Auftakt macht der 2008 von Woody Allen inszenierte Film "Vicky Cristina Barcelona" mit Scarlett Johansson und Penélope Cruz. Am 11. Juli folgt "Deception - Tödliche Versuchung", am 18. Juli "Verführerisches Spiel", am 25. Juli "Die Affäre", am 1. August "Toy Boy" und am 8. August "Eine Nacht in Rom". Zum 19. Mal strahlt das ZDF die Erotik-Reihe aus, die im Jahr 1992 mit dem Film "Eine Sommernacht in der Stadt" startete. Bei fünf der sechs Beiträge in diesem Jahr handelt es sich laut ZDF um Free-TV-Premieren.

liri/DPA / DPA
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