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Beisenherz-Kolumne zu Vapiano: Das sagen die User zu der "Pastavorhölle"

Mit seiner Polemik über die Restaurantkette Vapiano polarisiert stern-Kolumnist Micky Beisenherz unsere Leser. Wir dokumentieren die Reaktionen auf den Text.

Vapiano-Restaurant in Stuttgart

Vapiano-Restaurant in Stuttgart

Mit diesem Text traf er ins Schwarze: In seiner aktuellen Kolumne beschäftigt sich stern-Stimme Micky Beisenherz mit der Restaurantkette Vapiano. Oder wie er sie nennt: "die Jack-Wolfskin-Jacke unter den Restaurants". Und löste damit eine Flut von Reaktionen aus. Der Text wurde hunderttausendfach abgerufen, in den sozialen Netzwerken wird er heiß diskutiert. Kein Wunder: Die Nahrungsaufnahme ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Und nicht jeder mag es, wenn einem ins Essen gespuckt wird.

Während die Reaktionen auf Twitter überwiegend positiv ausfallen und viele User die besten Zitate aus der Kolumne verbreiten, gibt es bei Facebook auch viel kontroverse Beiträge: "Ich esse sehr oft bei VAPIANO. Das Essen ist dort besser als beim Italiener um die Ecke und vor allem frisch", schreibt etwa Karl Heinz Stock. Und Robert Schmalinski kritisiert: "Kein Wort über Gerichte und Zutaten... dachte solche Dinge sind wichtig wenn es um ein Restaurant geht."

Auch Jessica Bender ärgert sich über den Artikel: "So ein Schwachsinn! Das Vapiano ist genial und geschmeckt hat es bisher immer. Es geht dort nicht steif zu wie im Restaurant. Wer das möchte hat ja die Wahl!"

"Überteuerte Bahnhofskantine"

Viele User stimmten dem Autor aber zu: "Mit Tränen vor Lachen gelesen und für wahrhaft gut befunden. Überteuerte Bahnhofskantine", schrieb etwas Detlef Bolten. Und Judith Nostradama berichtet: "Ich setz mich in Hannover immer in die erste Etage direkt an die Treppe und schaue den stolpernden Leuten dabei zu, wie sie ihr gerade nach langem Warten erstandenes Essen über den Fußboden verteilen... Köstlich. Also der Anblick, nicht das Essen."

Paula Weber bringt ein grundsätzliches Argument in die Debatte: "Dieser ganze Franchise-Ketten-Mist ist mir ein Gräuel. Da ist keiner besser als der andere, ob Vapiano, KFC, McD, BK, Kamps, Ditsch, Starbucks... Wer sich aber einreden möchte, dass er/sie ein*e Individualist*in ist, der schafft das auch an diesen so öden Orten." Das sieht auch Pe Becker so: "Unpersönlich, laut, teuer und hat absolut nix mit italienischer Küche gemein."

Markus Lerp nimmt etwas Schärfe aus der Debatte: "Es ist und bleibt Systemgastronomie. Das kann man mögen - muss man aber nicht. Ich meide das Vapiano, kann aber jeder halten wie er will. Wir leben in einem freien Land."

Micky Beisenherz selbst hat sich auf Facebook übrigens auch geäußert: "Ich wollte hier nur mal eine Kolumne probieren, wo der Hass auf das Thema größer ist, als auf den Autoren. Könnte eventuell klappen", schrieb er am Montagnachmittag. Einen Tag später lässt sich konstatieren: hat geklappt.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo