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#MakeBiscuitDryAgain : So witzig nimmt J.K. Rowling Trumps Schweden-Behauptung aufs Korn

Bei einer Veranstaltung in Florida hat Donald Trump mal wieder mit einer bizarren Behauptung von sich reden gemacht: In Schweden sei von Migranten angeblich ein Anschlag verübt worden. Eine Steilvorlage für Schriftstellerin J.K. Rowling.

J.K.Rowling

Mit dem Hashtag #MakeBiscuitDryAgain übt die britische Schriftstellerin J.K. Rowling Kritik an US-Präsident Donald Trump

Sie gilt als entschiedene Gegnerin Donald Trumps: Die Schriftstellerin J.K. Rowling, die mit ihrer Harry-Potter-Buchreihe Weltruhm erlangte, hat erneut via Twitter mit einem Augenzwinkern gegen den umstrittenen US-Präsidenten ausgeteilt. Mit dem Hashtag #MakeBiscuitDryAgain reagierte sie auf humorvolle Weise auf Trumps Äußerungen über einen angeblichen Flüchtlingsvorfall in Schweden. Bei einer Rede vor Anhängern im Bundesstaat Florida hatte Trump einen Vorfall in dem skandinavischen Land herbeigeredet. Weltweit sorgten Trumps Schweden-Äußerungen daraufhin für Verwirrung.

Ist das Pferd erstmal in den Brunnen gefallen ...

Bei Twitter entbrannte danach - wie so häufig in Bezug auf Trumps "alternative Fakten" - eine Debatte über die Richtigkeit seiner Aussagen. Ein Twitter-Nutzer schrieb als Antwort auf Trumps Behauptungen, "ernsthaft, dass größte Ereignis in Schweden gestern Abend war ein Pferd namens Biscuit (zu dt.: Keks), das aus einem Brunnen gerettet wurde.“ J.K. Rowling rief daraufhin den Hashtag #MakeBiscuitDryAgain ins Leben - ein Seitenhieb gegen Trumps aufgewärmtes Wahlkampf-Motto Make America great Again (MAGA).

Es dauerte nicht lange, bis sich die Twitter-Gemeinde unter dem Hashtag versammelte und Trump aufs Korn nahm:

Nach teils heftiger Kritik an seinen Äußerungen über den angeblichen Flüchtlingsvorfall hat der US-Präsident Trump mittlerweile Stellung bezogen. In einer Botschaft, ebenfalls via Twitter, schrieb Trump am Sonntag, er habe sich mit seiner Aussage auf einen Bericht des US-Fernsehsenders Fox News über Einwanderer in Schweden bezogen.

Um seine restriktive Einwanderungspolitik vor seinen Anhängern zu rechtfertigen, hatte Trump gesagt: "Seht, was in Deutschland passiert, seht, was letzte Nacht in Schweden passiert ist. Schweden, wer hätte das gedacht? Schweden - sie haben ganz viele reingelassen, nun haben sie Probleme, wie sie es nie für möglich gehalten hätten."

Schwedisches Außenministerium forderte Erklärung

Mittlerweile fordert das schwedische Außenministerium eine Erklärung von der US-Regierung. Das US-Außenministerium sei um Klarstellung gebeten worden, sagte Ministeriumssprecherin, Catarina Axelsson, in Stockholm. Ähnlich äußerte sich Arbeitsministerin Ylva Johansson in einem Gespräch mit dem schwedischen Staatsfernsehen. "Wir wollen wissen, was er meint", sagte Johansson. "Der US-Präsident spricht und die ganze Welt hört zu", sagte Johansson. "Er spricht über Schweden in einer Art, bei der wir nicht verstehen, was er meint und worauf er sich bezieht - im Zusammenhang mit Terrorakten in anderen Ländern", kritisierte die Ministerin.

Twitter-Reaktionen: Trumps Schweden-Äußerungen bringen das Netz in Hochform


amt mit AFP