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#TheNewSexy von Curvy Kate: Sind diese Frauen nicht schön?

Vorbei die Zeiten, als Models vor allem dünn sein mussten: Die Unterwäschefirma Curvy Kate will mit der Kampagne #TheNewSexy gängige Schönheitsideale infrage stellen - und engagierte Models im Rollstuhl, mit Glatze oder Übergewicht.

Diana Siroka

Diana Sirokai kommt aus Nordlondon. Die 20-Jährige hat bei der jährlichen Modelsuche "Star in Bra" von Curvy Kate teilgenommen - und ist inzwischen eine kleine Berühmtheit geworden. Mehr als 130.000 Follower auf ihrem Instagram-Account beweisen: Der Schönheitsbegriff hat sich verändert -  heute kann jede Frau ein Model und als attraktiv wahrgenommen werden.

Viel zu lange hat die Modeindustrie - unter tatkräftiger Mitwirkung der Werbung - den Menschen ein rigides Schönheitsideal vorgelebt. Das betraf insbesondere die Präsentation von Unterwäsche-Kollektionen. Models waren schlank, aber gleichzeitig sehr weiblich. Das Schönheitsideal ließ sich in Zahlen festmachen: 90-60-90. Wer so hübsch und begehrenswert aussehen wollte wie die Models, so die unterschwellige Botschaft, musste auch die Produkte kaufen. Dass die Werbung damit vielen Frauen suggeriert, nicht schön genug zu sein, wurde dafür in Kauf genommen.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Seit Längerem gibt es eine Gegenbewegung, die auf ein normiertes Ideal verzichtet und stattdessen Schönheit in allen Formen propagiert. Dazu gehört auch Curvy Kate. Mit der Kampagne #TheNewSexy will der Unterwäschehersteller Frauen ein positives Körperbild vermitteln und bricht dabei mit den gängigen Schönheitsidealen der Modeindustrie. Attraktiv und vorzeigbar ist nicht nur ein bestimmter Typ Frau - die Schönheit liegt in der Vielfalt: Die Models kommen aus verschiedenen Kulturen, es gibt eine Rollstuhlfahrerin, eine Brustkrebserkrankte, Frauen mit fülliger Figur und ältere Damen stehen vor der Kamera.

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