Nach Verfolgungsjagd
Polizisten stoppen Britney Spears – sie bietet ihnen Lasagne an

Britney Spears
„Ich könnte wahrscheinlich vier Flaschen Wein trinken und mich trotzdem um Sie kümmern. Ich bin ein Engel“, soll Britney Spears Polizisten bei der Befragung erklärt haben
© AP Images / Picture Alliance

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Für Popstar Britney Spears endete eine Autofahrt mit einer Festnahme und Anklage. Jetzt ist der Polizeibericht öffentlich. Darin: Schlangenlinien, Lasagne und Handschellen.

US-Sängerin Britney Spears hat laut Polizeibericht bei ihrer Festnahme im März ein wechselndes Verhalten von „streitlustig und aufgewühlt bis hin zu extravagant und gefällig“ an den Tag gelegt. US-Medien zitierten aus dem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht, der auch Videos und Tonaufzeichnungen enthielt. 

Britney Spears nach Polizei-Verfolgungsjagd: „Ich bin ein Engel“

Der Bericht schildert einen turbulenten, nächtlichen Vorfall. Spears habe sich nach einer Verfolgungsjagd mit Polizeisirenen zunächst geweigert, aus ihrem Auto auszusteigen. Spears räumte ein, sieben Stunden zuvor ein Glas Champagner getrunken zu haben. Zudem gab sie an, an diesem Tag mehrere verschreibungspflichtige Medikamente genommen zu haben, unter anderem das Aufputschmittel Adderall. In ihrer Handtasche fanden die Polizisten eine Adderall-Packung – jedoch auf einen fremden Namen ausgestellt. Im Becherhalter zwischen den Vordersitzen lag ein leeres Weinglas. Auf einer Nüchternheitsskala von null bis zehn bezeichnete sie sich selbst als „null“. 

Die Sängerin stritt demnach aber ab, betrunken zu sein. „Ich könnte wahrscheinlich vier Flaschen Wein trinken und mich trotzdem um Sie kümmern. Ich bin ein Engel“, antwortete Spears laut Polizeibericht bei der Befragung durch einen Beamten. Sie lud die Polizisten demnach in ihr Haus ein: „Ich mache euch Essen oder Lasagne, oder was ihr wollt“. Sie habe auch einen Swimmingpool. Spätere Tests auf dem Revier ergaben einen Wert von 0,06 - unter dem kalifornischen Grenzwert von 0,08.

Im Laufe des mehrstündigen Vorfalls soll Spears unter anderem mit einer Kinderstimme und mit britischem Akzent gesprochen haben. Sie habe Unsinn geredet, geschimpft oder Angst geäußert, heißt es in dem Protokoll. Zeitweise legten ihr die Beamten Handschellen an.

Festnahme nach Schlangenlinienfahrt

Ihr Sprecher bezeichnete den Vorfall am Tag danach als „unentschuldbar“. Am 12. April trat Spears eine Reha an – auf Drängen ihrer Söhne Sean Preston und Jayden James, die sie in eindringlichen Gesprächen zur Behandlung überredet hatten. Am 30. April, dem Tag ihrer Entlassung, wurde sie offiziell wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss angeklagt.

Beim Gerichtstermin am 4. Mai wurde die Anklage fallengelassen: Spears’ Anwälte akzeptierten ein sogenanntes „Wet Reckless“-Angebot – bei Erstvergehen ohne Unfall und niedrigem Alkoholwert ein übliches Vorgehen. Die Strafe: zwölf Monate Bewährung, ein Tag Haft (durch die Verhaftungsnacht abgegolten), 571 Dollar Geldbuße, ein Fahrkurs sowie wöchentliche Termine beim Psychologen und zweimal monatlich beim Psychiater. „Durch ihr Schuldbekenntnis hat Britney Verantwortung übernommen“, erklärte ihr Anwalt Michael Goldstein gegenüber „People“.

Sorgen um die Popikone

Spears, die durch Hits wie „…Baby One More Time“ und „Oops!... I Did It Again“ bekannt wurde, feierte vor allem in den 1990er- und 2000er-Jahren große Erfolge. In den vergangenen Jahren gab es jedoch häufig Sorgen um den Zustand der zweifachen Mutter. 2008 wurde sie nach persönlichen Krisen unter Vormundschaft gestellt, wodurch ihr Vater die Kontrolle über ihr Leben und ihre Finanzen erhielt. 2021 wurde die Regelung nach einem viel beachteten Gerichtsverfahren beendet.

DPA · SpotOnNews
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