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Black Lives Matter: "Diese Erinnerungen verschwinden nicht": Herzogin Meghan äußert sich zu Unruhen in den USA

Via Videobotschaft hat sich Herzogin Meghan über die Proteste in den USA geäußert und klare Worte zum Tod von George Floyd gefunden.

Herzogin Meghan

Sie sei "nervös", darüber zu sprechen, sagte Herzogin Meghan in einem Videocall mit der Abschlussklasse ihrer ehemaligen High School in Los Angeles. Gemeint waren die Zustände in den USA, die Proteste in allen 50 Staaten gegen Polizeigewalt und Rassismus, ausgelöst durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen US-Polizisten.

Herzogin Meghan äußert sich zu den Zuständen in den USA

Die Zustände seien "katastrophal", sagte die 38-jährige Herzogin, die erst kürzlich mit Prinz Harry von England zurück nach Los Angeles gezogen ist. "George Floyds Leben war von Bedeutung, ebenso wie das von Breonna Taylor und Philando Castile und Tamir Rice", sagte sie. "Ich war mir nicht sicher, was ich euch sagen könnte. Ich wollte das Richtige sagen, und ich war wirklich nervös, dass es auseinandergenommen werden würde. Und mir wurde klar, dass das einzig Falsche ist, nichts zu sagen", erklärte Meghan. 

Inspiriert habe sie ihre eigene Lehrerin an der Mädchenschule. "Frau Pollia sagte zu mir: 'Denk immer daran, die Bedürfnisse anderer über deine eigenen Ängste zu stellen.' Das hat mich mein ganzes Leben lang begleitet, und ich habe in der letzten Woche mehr darüber nachgedacht als je zuvor", sagte die Ehefrau von Prinz Harry

Erinnerung an Ausschreitungen in Los Angeles

Und sie erinnerte sich an Ausschreitungen in Los Angeles 1992. "Ich war elf oder zwölf Jahre alt, und es waren die Unruhen in LA, die ebenfalls durch einen sinnlosen Akt des Rassismus ausgelöst wurden", sagte sie. "Ich erinnere mich an die Ausgangssperre und ich erinnere mich, wie ich nach Hause geeilt bin und auf der Heimfahrt Asche vom Himmel fallen sah, den Rauch roch und die Rauchschwaden aus den Gebäuden herausschweben sah. Ich erinnere mich, dass ich Männer hinten in einem Lieferwagen sah, die nur Waffen und Gewehre in der Hand hielten. Ich erinnere mich, wie ich das Haus hochzog und den Baum sah, der schon immer da gewesen war, völlig verkohlt. Und diese Erinnerungen verschwinden nicht", verriet die ehemalige "Suits"-Darstellerin. 

Hoffnung machen ihr die vielen Solidaritätsaktionen in allen US-Bundesstaaten. Am Ende ihrer Rede rief die Herzogin die Schülerinnen dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. "Wir brauchen euch und ihr seid vorbereitet", sagte sie.

Quelle: "Essence Magazin"

ls