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Prozess in London "Soziopathische Narzisstin" und Fäkalien im Bett: Johnny Depp auf Rachefeldzug gegen Amber Heard

Sehen Sie im Video: Johnny Depp will sich nicht "Frauenschläger" nennen lassen.




Johnny Depp ist am Dienstag in London vor Gericht erschienen. Der US-amerikanische Schauspieler hat die britische Boulevardzeitung "The Sun" wegen Verleumdung verklagt. Als "Frauenschläger" hatte das Blatt ihn bezeichnet, und sich damit auf Depps Ehe zu der Schauspielerin Amber Heard bezogen. Auch sie erschien am Dienstag zum Prozessauftakt. Das damalige Paar hatte 2015 geheiratet, nach 15 Monaten hatte Amber Heard die Scheidung eingereicht, Johnny Depp gewalttätiger Übergriffe beschuldigt und eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt. Die Sun hatte geschrieben, dass Depp mindestens 14 Mal Gewalt gegen Heard angewandt haben soll, derart, dass sie um ihr Leben gefürchtet habe. Depp leugnet die Anschuldigungen, sein Anwalt spricht von konstruierten Lügen. Der Prozess soll drei Wochen dauern, sowohl Depp als auch Heard sollen angehört werden.
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Er musste viel einstecken, jetzt teilt er aus: Am vierten Tag des Gerichtsprozesses zeichnete Johnny Depp ein düsteres Bild von seiner Ex-Frau Amber Heard. Sie sei kontrollsüchtig, herzlos und habe absichtlich im Ehebett ihr großes Geschäft erledigt, um ihn zu ärgern.

Das Gerichtsverfahren zwischen Johnny Depp, Amber Heard und dem britischen Boulevardblatt "The Sun" läuft erst vier Tage, aber schon jetzt sind so viele Absurditäten und Abscheulichkeiten an die Öffentlichkeit gedrungen, dass alle Beteiligten sich über ein prozessfreies Wochenende freuen dürften. Depp hatte die Zeitung wegen eines Artikels aus dem Jahr 2018 verklagt, in dem er als "Frauenschläger" dargestellt worden war. Die Redaktion der "Sun" wiederum beruft sich auf 14 registrierte Fälle, in denen es zu Gewalttätigkeiten zwischen den Ex-Eheleuten Johnny Depp und Amber Heard gekommen sein soll. Depp bestreitet all diese Vorfälle.

Der 57-Jährige will sein ramponiertes Image mit aller Macht aufpolieren und drehte dafür am vierten Verhandlungstag den Spieß um. Depp versuchte darzustellen, wie verrückt, kontrollsüchtig und aggressiv Amber Heard sei. In den Tagen zuvor hatte er bereits geschildert, wie sie ihm notwendige Medikamente vorenthalten haben soll und es genoss, ihn leiden zu sehen. Depp bezeichnete Heard als "berechnend" und "soziopathisch", nannte sie eine "Narzisstin" und ihre Ehe "kompliziert".

Als Beispiel führte er die Tatsache an, dass Amber Heard es geliebt habe, ihm die Schuhe auszuziehen, wenn er nach Hause kam. "Ich hielt das immer für eine sehr liebenswerte, nette Geste", sagte Depp im Kreuzverhör. An einem Tag kam er nach Hause und Heard war beschäftigt, also zog er sich selbst die Schuhe aus. "Das machte sie sehr wütend. Sie sagte zu mir: 'Was hast du getan, warum hast du dir die Schuhe ausgezogen? Das ist mein Job'", erläuterte Depp. Aus dieser Kleinigkeit habe sich ein heftiger Streit entwickelt. Er behauptete, dass seine Frau Gefallen daran gefunden habe, ihn zum Monster zu stilisieren, ihn als wütenden, gefährlichen Mann zu sehen. Zudem sei sie ausgerastet, wenn sie nicht ihren Willen bekommen habe und er nicht ihre Regeln befolgte.

Amber Heard soll ins Ehebett gemacht haben

Thematisiert wurde vor Gericht erneut der sogenannte "Fäkalien-Vorfall". Während der Feier zu ihrem 30. Geburtstag im April 2016 soll Amber Heard absichtlich ihr großes Geschäft im Ehebett verrichtet haben. Erst am nächsten Tag wurde die Sauerei von den Angestellten entdeckt. Die Schauspielerin soll wütend gewesen sein, weil Depp zwei Stunden zu spät zu der Party erschienen war.

Heard behauptete hingegen, der Haufen stamme nicht von ihr, sondern ihrem Hund Boo, der unter Verdauungsproblemen gelitten habe. "Das war kein respektloser Scherz. Es war eine völlig harmlose Sache, Tiere machen so etwas nun einmal", sagte ihre Sprecherin 2018 der britischen Zeitung "The Mirror". Depp ist jedoch nach wie vor davon überzeugt, dass entweder seine Frau oder einer ihrer Freunde ins Bett gemacht habe. Für einen Yorkshire Terrier sei die Menge viel zu groß gewesen. Als er von der Notdurft in den Laken erfuhr, habe er beschlossen, sich scheiden zu lassen, sagte der Schauspieler nun vor Gericht. Tatsächlich reichte Amber Heard einen Monat nach dem Vorfall wegen "unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung ein.

Quellen: "Metro", "Daily Mail"

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jum

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