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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Das Loddarleben nach dem Dschungel

Da hatte man schon befürchtet, mit dem Ende des Dschungelcamps kämen die Entzugserscheinungen. Aber auf die Peinlichkeiten von Lothar Matthäus, Fritz Wepper und Rocco Stark ist weiter Verlass.
Von Stefan Mielchen

Im Dschungelcamp war er bislang nicht zu sehen. Noch nicht. Denn das Endlager für gescheiterte Stars scheint der logische nächste Karriereschritt im Leben von Lothar Matthäus zu sein. Bis es soweit ist, bekommt er aber erstmal eine Doku-Soap auf Vox. Damit begegnet der Weltfußballer Geistesgrößen wie Daniela Katzenberger endlich auf Augenhöhe. "Die Kamera wird mich bei allem begleiten, was mein Leben ausmacht", drohte Matthäus. Trotzdem soll es kein Kurzfilm werden. Zur allgemeinen Erleichterung schränkte der ehemalige Nationaltrainer von Bulgarien bereits sein Loddarleben ein: "Dusche und Schlafzimmer sind tabu, Sexszenen wird es mit Sicherheit nicht geben." Stattdessen zu sehen: "Meine Freundin Joanna, meine Kinder, meine Reisen, meine Arbeit, meine Freizeit ... ." Klingt rasend interessant! Doch der 50-Jährige wäre nicht er selbst, würde er mit diesem Gesamtkunstwerk nicht auch eine Vision verbinden: "Ich möchte den Menschen zeigen, wie ich wirklich bin. Die meisten kennen ja nur irgendwelche Schlagzeilen", beschreibt Matthäus seine neue Achtsamkeit. "Ich denke, da werden viele positiv von mir überrascht sein." Die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt.

Härter als Straußenanus: Tante Brgidde geht zum Opernball

Positiv überrascht hat bekanntlich auch Brigidde "Was geht los da rein?" Nielsen in den vergangenen Wochen. Kaum aus dem Madenknast im fernen Silikonien entlassen, wurde sie diese Woche für den Wiener Opernball engagiert. Richard "Mörtel" Lugner macht die Dschungelkönigin zu seiner Tischdame. Schlimmer als Straußenanus, Truthahnhoden oder Vincent Raven kann das schließlich auch nicht werden. "Ich glaube: Im Leben, du musst alles probieren", hatte Nielsen nach dem Dschungelsieg in weiser Voraussicht gesagt. Denn der Ballbesuch könnte zu einer weiteren Prüfung werden: Lustgreis Lugner, 79, hat neben der drallen Dänin auch noch Schwerenöter Roger Moore, 84, in seine Loge geladen. Doch es soll beider Schaden nicht sein: "Für die Summe hätte ich mir auch einen schönen BMW oder Mercedes kaufen können", gab sich der Gastgeber gewohnt galant. Bleibt für ihn zu hoffen, dass Brigidde am Ende nicht wieder sagt: "Die Männer waren ein bisschen Pussycat."

Ein bisschen verliebt sind mittlerweile Nielsens Finalgegner Rocco Stark und Kim Debkowski: "Ja, wir wollen ein Paar werden", ließen die beiden Turteltäubchen auf "Bild.de" verlauten und hatten die Argumente auf ihrer Seite: "Es ist schon komisch, wir beide haben viele Parallelen", sagte der 25-Jährige. "Zum Beispiel heiße ich mit Zweitnamen Rafael und die Kim mit Zweitnamen Rafaela." Da kann ja in der Beziehung nix mehr schiefgehen. Noch eine hübsche Parallele: Kim veröffentlichte im Januar einen Song, Rocco will das jetzt auch tun. Dass ihre Liebelei ein PR-Gag zur Verkaufsförderung sei, weisen die beiden aber weit von sich: "Das haben wir nicht nötig", betonten sie. Das hat man von Jay Khan und Indira Weis auch immer gehört.

Gesangs-Therapie mit Jürgen Milski

Sollte es mit der Liebe nicht klappen, hält das anspruchsvolle Programm des Privatfernsehens bereits ein weiteres Highlight bereit. Der unkaputtbare Big-Brother-Jürgen darf sich bei RTL jetzt als Beziehungscoach verdingen, wofür der frühere Feinblechner bestens qualifiziert scheint. Er ist mit seiner Freundin seit 33 Jahren zusammen und weiß also, was Frauen wollen. Bei der Beratung mag es Jürgen pragmatisch: Einem Paar, dessen Beziehung wegen der 50 Kilo Übergewicht des weiblichen Parts leidet, rät er nicht etwa zum Abspecken. Vielmehr schreibt er den beiden einen seiner gefürchteten Songs, damit sie ihre Probleme wegsingen. Eine andere verkorkste Beziehung bringt die 48-Jährige Stimmungskanone mit einem Walzerflashmob in Schwung. Psychotherapie vom Feinsten - das stellt sogar die wissenschaftliche Leistung von Angelika Kallwass weit in den Schatten.

Ganz ohne Paarberater hat es Schauspiellegende Fritz Wepper in dieser Woche mal wieder in die "Bunte" geschafft. Gemeinsam mit seinem 35 Jahre jüngeren Gspusi Susanne Kellermann hielt er einfach das gemeinsame Baby in die Kamera. Fünf Wochen ist Filippa jetzt alt, da war es höchste Zeit für ein Shooting. Schließlich heißt es doch: Tue Gutes und rede darüber. Und das glückliche Paar ist sich sicher: "Wenn aus Liebe ein Kind entsteht, ist das doch etwas Gutes." Vor allem, wenn es in der Zeitung steht. Die Kleine kommt bereits ganz nach der Mutter - sie steht auf ältere Männer: "Filippa liebt die Stimme von Fritz. Da hört sie ganz aufmerksam zu und lächelt ihn an", verriet die Mama der Weltöffentlichkeit. Mit anderen Worten: Harry, hol schon mal den Kinderwagen.

Gina-Lisa in ihrer ersten Charakterrolle

War sonst noch was? Na klar: Gina-Lisa Lohfink steht kurz vor dem Durchbruch in Hollywood. Nachdem sich Prinz Frédéric von Anhalt der 24-Jährigen angenommen hat, hagelt es anspruchsvolle Angebote. Gina-Lisas erste Charakterrolle ist bereits im Kasten: Das Herrenmagazin "Penthouse" engagierte das blonde Gift vom Fleck weg für ein Erotikshooting. In Dessous über den Dächern von L.A. - das sieht nach ganz, ganz großer Karriere aus. Seit dieser Woche ist Gina-Lisa im Handel und freut sich: "Hier kann jeder noch seine Fantasie und Träume mit einbauen." Tja, oder einfach umblättern ...


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