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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Der nackte Wahnsinn


Promis, Pannen, Sensationen: Opa Geiss hat den Geländewagen demoliert, Bohlens Schmink-Tussi geht in den Dschungel und Lindsay Lohan zieht blank.
Von Jens Maier

Der erste Schnee hat in dieser Woche nicht nur Autofahrer in Deutschland ins Schwitzen gebracht. Die sonst so stoischen und gelassenen Tiroler zitterten vor Opa Geiss, oder wie er neuerdings genannt wird: der Schrecken der Alpen. Der Vater der TV-Familie "Die Geissens" hat es fertig gebracht, einen Geländewagen der Marke Hummer in Kitzbühel im Neuschnee einen Abhang hinunterzubefördern. Der drei Tonnen schwere Wagen mit Allradantrieb schlitterte mitsamt den Enkeltöchtern Davina Shakira und Shania Tyra gegen einen Baum. Totalschaden, aber Demolition-Man und den beiden Geisslein ist nichts passiert - oder wie Carmen Geiss sagt: "Opa hat überlebt." Statt sich nach seinem Todeskampf ein Päuschen zu gönnen, richtet der Jet-Set-Opa aber gleich den nächsten Unsinn an. Als er eine Tannenspitze kappen will, fällt er vom Baum. Nach dem Kettensägenmassaker planen Carmen und "Rooobert" jetzt, den Gefahrenherd mit einer neuen Reality Soap auszuschalten. Arbeitstitel: "Die Geissens - Opa sucht ein neues Zuhause."

Malerin geht in den Dschungel

Umziehen muss auch Kim Debkowski bald. Die ehemalige DSDS-Kandidatin wird ab Januar den australischen Dschungel bevölkern. Denn Kim, besser bekannt als "Bohlens Schmink-Tussi" ("Bild"), nimmt an der RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" teil. Ungelöst ist allerdings das Problem, wie "Kim Gloss", wie sie sich neuerdings nennt, ihre Schminksucht in den Griff bekommen wird. Der Angriff der Lippenstifte könnte selbst Doktor Bob zum Scheitern bringen. Zumindest den Fernsehzuschauern ist zu wünschen, dass Kayal-Kim ihren Farbmalkasten mit in den Dschungel nehmen darf. Sonst kommt sie womöglich noch auf die Idee, ihrem zweitliebsten Hobby zu frönen: "Singen, singen, singen."

Nicht so sehr mit ihrer lieblichen Stimme als vielmehr mit nackten Tatsachen belästigt uns in dieser Woche Lindsay Lohan. Vom Kiosk lächelt die 25-Jährige derzeit nichtsahnende "Playboy"-Leser mit gespreizten Beinen und in Marilyn-Monroe-Pose an. Lohan räkelt sich aber selbstverständlich nicht wegen des Geldes in "Lass jucken Kumpel"-Manier auf einem roten Stuhl, auch wenn sich mit dem Scheck über angeblich 900.000 Dollar sicherlich so mancher Aufenthalt in der Betty-Ford-Klinik finanzieren ließe. Nein, "uns Lilo" verfolgt höhere Ziele. Sie möchte nicht "als jemand in Erinnerung bleiben, der nur fotografiert werden möchte, abends ausgeht und dann in Schwierigkeiten steckt", sagt Lohan. Miss Hot Christmas hat deshalb jetzt einen komplett anderen Weg eingeschlagen: Sie will ihrem Vorbild Marilyn Monroe nacheifern. Ob ihr eigentlich mal jemand gesagt hat, dass deren Leben mit einer Überdosis Tabletten endete?

Jubel-Inder für Tom Cruise

Über das traurige Leben eines ehemaligen Sexsymbols weiß auch Tom Cruise zu berichten. Denn dem 1990 zum "Sexiest Man Alive" gekürten Schauspieler wünscht man seit seinem Scientology-Auftritt, bei dem er in einem Anfall von Logorrhoe die Weltrevolution ausgerufen hatte, mehr Therapie- als Autogrammstunden. Mister Flop Gun soll in Indien jetzt sogar Menschen fürs Jubeln bezahlt haben. Und zwar mit drei Dollar und einer Mahlzeit. Ob und wann er dafür mit dem Bambi für seinen Kampf gegen den Hunger ausgezeichnet wird, ist noch nicht bekannt.

War sonst noch was? Na klar! Britney Spears hat am Freitag via Facebook bekanntgegeben, dass sie mit Jason Trawick verlobt ist. Moppelchen will zum dritten Mal heiraten und die Chancen dafür, dass diese Ehe länger hält als ihre erste (55 Stunden), stehen nicht schlecht. Blöd nur, dass Trawick eigentlich gar nicht bei Miss "Ooops I will do it again" um die Hand anhalten muss, sondern beim Vormundschaftsrichter. Doch sollte der Bräutigam versprechen, dass Britney-Bitch nie wieder bauchfrei eine Bühne betritt, bis dass der Tod sie scheide, dürfte der Ehe wohl nichts mehr im Wege stehen.


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