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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Doppel-D statt Doppelpass

Der Fußball hat auch die Promiwelt fest im Griff: Gina-Lisa Lohfink lockt Jérôme Boateng in die Abseitsfalle und die Queen feiert bei Fritz-Walter-Wetter.

Von Stefan Mielchen

Wenn das Runde ins Eckige muss, sind auch die üblichen Verdächtigen meist nicht weit. Schon vor dem ersten Anstoß der Euro 2012 waren mehr Bälle im Einsatz als so manchem Kicker gut tut. In Berlin zog Ex-Dschungelinsassin Micaela Schäfer vor dem Brandenburger Tor sicherheitshalber noch einmal blank, damit nur ja niemand vergisst, der Nationalelf die Daumen zu drücken. Ein Auftritt mit Fremdschäm-Garantie: Prall aufgepumpt und im Strafraum notdürftigst mit schwarz-rot-goldenen Pailletten bedeckt - so lockt man höchstens eine Altherrenmannschaft aus der Kabine.

Freistoßexpertin Gina-Lisa Lohfink hingegen empfahl sich als Spielerfrau in spe - blond genug ist sie ja. Die 25-Jährige empfing Nationalspieler Jérôme Boateng in der Abseitsfalle ihres Hotelzimmers. "Er hat gehört, dass ich in der Stadt bin und wollte mich unbedingt kennenlernen", rechtfertigte das Busenwunder den ganz persönlichen Begleitservice. Doppel-D statt Doppelpass: Nach einem angeregten Vorgeplänkel an der Bar verschwanden die beiden anschließend in Gina-Lisas Gemächern - in Begleitung eines weiteren jungen Mannes. Wer aus dieser Dreierkette wie zum Schuss kam, ist offen. Frollein Lohfink zumindest versichert: "Wir haben uns nur unterhalten."

Die Queen feiert bei Fritz-Walter-Wetter

König Fußball mag zwar aktuell die Regentschaft über Europa erlangt haben. Die Auftritte zum Thronjubiläum der Queen in dieser Woche hatten hingegen WM-Format. Bei bestem Fritz-Walter-Wetter ließ sich Elizabeth II. tagelang feiern, als gäb's kein Morgen. So mancher auf jung getrimmte Promi sah dabei gegen die rüstige 86-Jährige ziemlich alt aus. Beim Jubiläums-Konzert vor dem Buckingham Palace tummelte sich ein Best-of-Botox auf der Bühne. Abgesaugt und aufgespritzt: Cliff Richard, Tom Jones und Paul McCartney. Moppelchen Elton John lobte die Queen für ihren Stil: "Sie ist nicht trendy, sie macht keine Modelaune mit", erklärte der Sänger. Ganz im Gegensatz zu ihm: Der 65-Jährige wirkte in seinem pinken Glitzerfrack wie eine Fleischwurst auf Ecstasy. Die Queen ertrug all dies mit der Gelassenheit des Alters.

Von der zehrt auch Schauspiel-Legende Michael Douglas. Auch bei der Wahl seiner Unterwäsche. Der 67-Jährige greift nämlich auch gerne mal zur den Schlüpfern seiner Gattin Catherine Zeta-Jones. "Er war im Schlafzimmer und begann meine Diamanten anzulegen und in meine Wäsche zu schlüpfen", verriet die 42-Jährige der "Daily Mail". Angst, dass sie künftig eine Drag Queen Michaela daheim hat, muss Zeta-Jones allerdings nicht haben: Douglas übte lediglich für seine nächste Rolle, den exzentrischen Entertainer Liberace. Schade eigentlich.

Klum kürt Germany's next Hungerhaken

War sonst noch was? Na klar: In Köln wurde Germany's next Hungerhaken gekürt: Die 17-Jährige Luisa aus Leer entschied Heidi Klums Modelzirkus für sich und muss zur Strafe künftig Opel fahren - sobald sie den Führerschein gemacht hat. Die XXS-Ostfriesin musste trotz allerlei Werbepausen unbedingt vor 23 Uhr gekürt werden. Später dürfen im deutschen Fernsehen nur noch Erwachsene auftreten. Diese Schwelle hatte Stargast Justin Bieber zumindest auf dem Papier überschritten, was die Kreischquote des Abends dramatisch erhöhte. Heidi Klum freute sich über den Sieg der 58-Kilo-Blondine: "Luisa hat alles, was ein tolles Mädchen braucht in diesem Job", erklärte die Laufsteg-Domina. Nach bewährtem Klum-Maßstab heißt das wohl: eine nervige Piepsstimme, guten Geschäftssinn und zwei lustige Namen für die Brüste. Hans und Franz sind allerdings schon vergeben.