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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Ohne Weihnachtsgeschenk im zweiten Frühling

Vor lauter Liebesglück hat Christine Neubauer das Weihnachtsgeschenk ihres Sohnes vergessen. Auch Ashton Kutscher dürfte diesmal bei der Bescherung leer ausgehen.

Von Stefan Mielchen

Advent, Advent, die Hütte brennt! Da hatten die PR-Strategen die Trennungsgeschichte von Weltstar Christine Neubauer so rührselig inszeniert wie alle ihre Charakterrollen zusammen. Doch nun kommt das reale Leben daher und kennt die wahren Gründe: Vor lauter Filmerei hatte die 55-Jährige im letzten Jahr die Weihnachtsgeschenke vergessen - da war natürlich der Ofen aus! Schließlich hatten sich Ehemann Lambert und Sohn Lambert jr. eigens nach Thailand begeben, wo Ihre Üppigkeit gerade drehte. Doch statt "Oh Tannenbaum" gab's lange Gesichter: "Wir saßen da mit je einem Geschenk für meine Mutter", rechnete der Sohnemann in dieser Woche den Scheidungsanwälten der "Bunten" vor. Doch Mutti saß da mit je keinem Geschenk für ihre Lieben. "Das hat mich sehr verletzt."

Schöne Bescherung also - zumal La Neubauer die beiden in Bangkok am Flughafen in Empfang nahm, wo sie nach Angaben ihres Sohnes wenige Augenblicke zuvor ihren heimlichen Liebhaber in den Flieger gesetzt hatte - eine Stunde vor Ankunft der heiligen Familie! Was sich anhört wie Rosamunde Pilcher und Utta Danella zusammen, muss leider ohne Happy End auskommen. Vater und Sohn versuchen jetzt zur Eröffnung der Schlammschlacht, die Großschauspielerin als kaltherzige Karrierefrau alt aussehen zu lassen. Die reist derweil mit ihrem jungen Glück José durch dessen Heimat Chile, wo gerade Frühling ist. Für Neubauer dürfte es der zweite sein.

Sidos Geschichtsstunde

Im Herbst des Lebens glänzt Heino hingegen mit einem Anflug von Altersweisheit. Der 72-jährige Volksmusikterrorist gab aus Protest gegen Bushido bekanntlich seinen Bambi zurück. Doch der Rapper ist auch nicht auf den Kopf gefallen. Er will das güldene Kitz jetzt ersteigern! "Wir holen uns Heinos Bambi" ließ er gemeinsam mit seinem Kollegen Sido via "Bild" wissen. Natürlich auf ganz legale Weise: "Wir steigern nämlich mit." Heinos Bambi soll zugunsten eines Integrationsprojektes unter den Hammer kommen. Und auf diesen Zug springt der Rüpelrapper mit seinem neuen Freund natürlich allzu gerne auf. Zumal Kollege Sido ein paar positive Schlagzeilen bitter nötig hat. Im ORF sorgte er gerade für einen kleinen Eklat, als er unseren Nachbarn bei einer Gala ein wenig Geschichtsunterricht erteilte: "Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat", dozierte Sido im Fernsehen. Danach soll er seinem Publikum zugeprostet haben. Das ist natürlich überhaupt nicht in Ordnung, sondern allenfalls ein Grund für die Höchststrafe: Nachsitzen bei Guido Knopp!

Hat das ZDF den Gottschalk-Nachfolger gefunden?

Apropos ZDF. Dort hat sich in dieser Woche jemand in Stellung gebracht, der zuletzt auf der Alm sein Unwesen trieb: Moderatoren-Darsteller Carsten Spengemann möchte Thomas Gottschalk beerben! Wetten, dass das aussichtslos ist!? Zwar wird derzeit jeder Depp für den Job gehandelt. Doch an den 39-jährigen Hamburger hat erstaunlicherweise bislang niemand gedacht. Also brachte er sich kurzerhand selbst ins Gespräch: "Ich kann moderieren, bin charmant und esse gerne Gummibärchen", umriss der ehemalige "DSDS"-Ansager sein Qualifikationsprofil. Doch in Wahrheit haben die Mainzelmännchen schon längst jemand anderen auf dem Zettel, der ebenfalls gerade heftig an seinem Comeback bastelt und alles mitbringt, was man für den Job benötigt: Er gehört zu den ganz großen Deutschen, weiß eine TV-erfahrene Blondine an seiner Seite, versprüht Glamour pur und die Welt ist für ihn gerade groß genug. Kurzum: Selbst Hollywood schaut zu ihm auf. Nur zugesagt, tja - zugesagt hat Karl-Theodor zu Guttenberg leider noch nicht.

Demi will Ashton bluten lassen

War sonst noch was? Na klar: Wenige Wochen vor dem Fest der Liebe widmet sich auch Schauspielerin Demi Moore dem Thema Weihnachtsgans: Sie kündigt nicht nur die Scheidung von Noch-Ehemann Ashton Kutcher an. Sie will ihn nun auch noch adäquat ausnehmen. Wie die "Daily Mail" in dieser Woche berichtete, soll die 49-Jährige ihren Anwälten aufgetragen haben, den Schauspieler finanziell zu bestrafen. Kein Wunder: Der wird dank seines neuen Jobs bei "Two and a Half Men" mittlerweile auf 100 Millionen Euro geschätzt. Kutcher steht seinem Vorgänger Charlie Sheen auch sonst in nichts nach - insbesondere beim zielsicheren Treffen von Fettnäpfen. In einem Interview mit der Zeitschrift "Women's Health" gibt der notorische Frauenversteher aktuell Tipps für die traute Zweisamkeit. Was natürlich besonders gut kommt, wenn man gerade unter anderem verlassen wurde, weil man am Hochzeitstag eine andere flachlegte. "Das Ziel ist nicht, eine Beziehung anzufangen", doziert Kutcher gleichwohl schmerzbefreit. "Das Ziel ist es, in einer zu bleiben." Die geneigten Leserinnen sollen sehr gelacht haben.

  • Stefan Mielchen