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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Schatz, ich habe deinen Namen vergessen

Beziehungsstress, wohin das Auge schaut: Der Frühling kommt bei unseren Promis keineswegs mit den vorgesehenen Gefühlen daher. Betrogene Ehefrauen, sexsüchtige Männer und mittendrin die vergessliche Katie Price.

Von Stefan Mielchen

Sie stöhnt auf dem Gipfel der Lust den falschen Namen - ein Fest für die Scheidungsanwälte! Einen solchen könnten Britanniens beeindruckendste Brüste tatsächlich bald benötigen. Das Glück von Katie Price und ihrem Gespielen Alex Reid ist zwar noch jung, doch das Glockenläuten der Hochzeit ist längst verstummt. Auch nach neuneinhalb Wochen scheint die mit Intelligenz nicht eben üppig ausgestattete Katie noch überfordert zu sein: Sie soll ihren Käfigkämpfer im Eifer des Sexgefechts immer wieder "Pete" nennen - was nun aber dummerweise der Name ihres Ex-Lovers ist! Der künftige Ex-Gatte Alex soll verständlicherweise not amused sein: "Ich lerne jetzt endlich die echte Katie Price kennen", wird er zitiert. Das hätte er allerdings schon früher haben können: Im britischen Unterschichtenfernsehen hat Katie schließlich ihr wahres Gesicht sowie das, was sich unterhalb davon befindet, hinlänglich zur Schau gestellt. Ihr überschwänglicher Kommentar zu alldem: "Ich glaube nicht, dass unsere Ehe von Dauer sein wird". Liebe kann so weh tun!

Das gilt wohl auch für die Beziehung von Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock. Ihre Ehe mit Jesse James darf man wohl getrost als Griff ins Klo bezeichnen. Alles, was tätowiert und nicht bei drei auf den Bäumen war, soll der gute Gatte flachgelegt haben, während Mutti in Hollywood drehte. Doch die Vorliebe für zwielichtige Mädels rächt sich nun: Sandra dreht den Spieß um, denn auch diese Ehe scheint von Beginn an auf tiefgreifendes Vertrauen gegründet gewesen zu sein. Der Ehevertrag soll eine Klausel enthalten, nach der Bullocks Mann bei nachgewiesenem Fremdgehen leer ausgeht. Keine Kohle nach der Scheidung: Konsequenterweise hat Jesse James die Sexklinik, in der er sich therapieren lassen wollte, nach nur einer Woche schon wieder verlassen - der ganze Aufwand lohnt sich offenbar nicht. Die nächste Pornomieze dürfte schon gewartet haben.

Nina Hagen "packt keiner mehr an"

Gut, dass es auch anders geht: Nina Hagen, die sich in Talkshows gerne mal zwischen die Beine fasst, ist neuerdings Nonne! Zumindest nach eigener Auffassung: "Ich habe inzwischen auch verstanden, dass ich keiner irdischen, sexuellen Liebe mehr bedarf" vertraute die 55-Jährige dem "Zeit-Magazin" an, wo man derlei esoterisch verbrämten Quark gerne aufnahm. Übersetzt dürfte das wohl nichts anderes heißen als: "Mich packt eh keiner mehr an." Frau Hagen hingegen drückt es etwas umständlicher aus. Denn seit sie auf einem LSD-Trip persönliche Bekanntschaft mit dem Lieben Gott schloss, sei alles anders: "Ich erkannte: Er liebt mich so, wie mich noch nie ein Mensch geliebt hat und wie auch kein Mensch je lieben kann." Zur allgemeinen Beruhigung des Publikums versprach die Punk-Oma noch: "Ich renne nicht rum und will mich wieder verheiraten oder so was." Gott sei Dank!

Keine Bettruhe für David Beckham

Ein unfreiwilliges Keuschheitsdiktat schien noch vor kurzem das Schicksal von Victoria Beckham zu sein. Nach einer Achillessehnenverletzung hatte der Onkel Doktor ihrem Gatten David strengste Ruhe im Bett verordnet. Doch eine Posh Spice lässt sich nicht so einfach zur Nonne machen - da kann der Fußballgott persönlich intervenieren! Im Gegenteil: Im Osterurlaub soll Victoria ihrem David laut britischer "Sun" bereits einen Sexmarathon verordnet haben - sie will nämlich noch ein Kind. "David sagt, er müsse ran, wann immer es geht, und in ständiger Bereitschaft sein", zitiert das Blatt einen Freund des Paares. Der arme David dürfte es überleben.

War sonst noch was? Na klar: allgemeines Schneetreiben! Busenwitwe Tatjana Gsell etwa ist in dieser Woche mal wieder aus der Versenkung aufgetaucht - und gleich gab's Ärger. Im Kölner Excelsior-Hotel soll sie laute "Bunte" den Aufpreis für ihre Suite nicht beglichen haben. Als darob tags drauf die Polizei im Zimmer stand hatten die Raumpflegerinnen allerdings die Koksreste noch nicht vom Fernsehtisch gewischt. Und das in einem Fünf-Sterne-Haus! Zustände wie bei Houstons! Denn auch die gute Whitney musste in dieser Woche mal wieder mit entsprechenden Gerüchten kämpfen. Konzerte wurden abgesagt, weil Whitney unter einer "chronischen Atemwegserkrankung" leiden soll - so kann man ein verstopftes Näschen auch bezeichnen. Die Gsell wiederum, die demnächst wegen chronischen Fahrens unter Drogen- und Alkoholeinfluss ohnehin schon zum Idiotentest muss, könnte nach ihren Kölner Eskapaden nun richtig Ärger bekommen. Andererseits: der Idiotentest ist für eine wie die Gsell doch wie gemacht - den besteht die locker!