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Aktionskünstler: David Blaine zurück am Boden

Die Stunts des amerikanischen Künstlers David Blaine sind spektakulär und nicht selten lebensgefährlich. Auch seine jüngste Aktion sorgte für Aufsehen: Rund 60 Stunden hing Blaine kopfüber im New Yorker Central Park. Mit einem Sprung aus luftiger Höhe beendete Blaine das Experiment.

Der amerikanische Aktionskünstler David Blaine hat seinen jüngsten Stunt - 60 Stunden kopfüber an einem Seil hängend - erfolgreich abgeschlossen. In New Yorks Central Park hatte er seit Montag mit dem Kopf nach unten 14 Meter über dem Erdboden geschwebt. Mittwochabend (Ortszeit) wurde das Ende des spektakulären Ausdauertests in einem TV-Special mit dem Titel "Dive of Death" (Todessprung) live im US-Fernsehen gezeigt. Mit einem Sprung aus luftiger Höhe, durch ein Seil gesichert, kehrte Blaine scheinbar unversehrt auf den Boden zurück.

Seinen Fledermaus-Stunt hatte er mehrmals kurz unterbrochen, um Wasser zu trinken und sich von seinen Ärzten untersuchen zu lassen. Ein Mediziner bestätigte, Blaines Blutdruck sei in Ordnung und auch die inneren Organe funktionierten, berichtet der Lokalsender "NY1". Kurz vor dem Ende des Ausdauertests sagte Blaine, dass es mit der Zeit einfacher werde und der Körper sich an die ungewohnte Position anpasse.

In einem Interview der "New York Daily News" sagte Blaine im Vorfeld, er habe es beim "Probehängen" nicht mehr als sechs Stunden ausgehalten bevor ihm schwarz vor Augen wurde. "Das Blut läuft im Kopf zusammen. Es wird überwältigend. Man bekommt Kopfschmerzen. Die Augen beginnen zu schmerzen, die Beine werden taub", sagte er.

Vor gesundheitlichen Folgen seines Stunts hatten ihn auch Ärzte gewarnt. Sein Abenteuer könnten zu schwersten Schäden führen - bis hin zur Erblindung, sagte der Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln, Ingo Froböse, dem "Kölner Stadt- Anzeiger". Da das Kreislaufsystem für lange Zeit äußerst massiv belastet werde, könne es auch zu Herzrhythmus- Störungen kommen.

Seinen umstrittensten Auftritt hatte der Aktionskünstler 2003, als er sich 44 Tage lang ohne Essen in London in einer gläsernen Zelle aufhängen ließ. Er nahm in der Zeit 30 Kilo ab und musste anschließend wegen Unterernährung ins Krankenhaus.

DPA / DPA
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