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Erster DSDS-Gewinner: Was macht eigentlich ... Alexander Klaws?

Mit 19 gewann Alexander Klaws 2003 die erste Staffel der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar". So geht es dem frischgebackenen Vater heute.

Von Tobias Ott

Alexander Klaws gewan bei "DSDS" und "Let's Dance"

Alexander Klaws, 1983 in Ahlen geboren, gewann 2003 bei "Deutschland sucht den Superstar". Klaws hat mit seiner Freundin, der Musicaldarstellerin Nadja Scheiwiller, einen Sohn.

Nervt es Sie, immer mit " " verbunden zu werden?

Überhaupt nicht. Die war der Startschuss für meine Karriere. Zu meiner Zeit, vor 14 Jahren, war es eine große Ehre, sie gewonnen zu haben. Die Show war aber damals eine komplett andere als heute.

Würden Sie heute noch daran teilnehmen?

Nein. Die Prioritäten haben sich stark verändert. Heute geht es eher um Skandale und die Schicksale der Kandidaten, nicht mehr so sehr um Talente und die . Superstar sollte jemand sein, der mit seinem Gesang Menschen begeistert und nicht als Skandalnudel täglich Schlagzeilen produziert.

Wurden Sie als Kandidat von Groupies verfolgt?

Ja, vor den Hotels und den Studios war einiges los. Viele Frauen sind mir auch hinterhergereist. Das schmeichelt einem natürlich, aber ich hatte damals eine Freundin, insofern war das für mich kein Thema.

verhalf Ihnen zu zwei Nummer-eins-Hits. Warum trennten Sie sich?

Wir hatten zusammen enorm viel erreicht und waren ein gutes Team. Ich wollte aber neue Musikstile ausprobieren und neben Balladen auch noch in eine andere Richtung gehen. Die Trennung hatte keinen bösen Beigeschmack, Dieter hat meinen Entschluss akzeptiert.

Wie haben Sie es geschafft, im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern, nach "DSDS" eine nachhaltige Bühnenkarriere hinzulegen?

Ich habe mich auf meinen Erfolgen nie ausgeruht und tue es bis heute nicht. Ich suche mir immer wieder neue Herausforderungen und überrasche die Zuschauer gern. Ich habe einen hohen Anspruch an meine Leistung, das schätzen meine Fans.

Sie spielten in den Musicals "Tanz der Vampire", "Jesus Christ Superstar" und sind aktuell als Tarzan zu sehen. Sind Sie mehr Schauspieler als Musiker?

Die Schauspielerei war schon immer eine meiner großen Leidenschaften, die ich über die vergangenen Jahre immer weiter ausbauen konnte. Die Musik ist aber weiterhin meine Basis und fließt durch meine Adern, auch wenn ich auf der Bühne nicht mehr ausschließlich singe. Dass ich im Musical Schauspiel und Gesang kombinieren kann, ist etwas ganz Besonderes.

Nach „DSDS“ haben Sie bei "Let’s Dance" gewonnen. Lief es in Ihrer Karriere auch mal nicht auf einen Sieg hinaus?

Klar, da gab es manche Momente. Eine große und krasse Niederlage haben dann auch gleich über 100 Millionen Menschen mitbekommen; der vorletzte Platz bei "World Idol", einer Show mit allen weltweiten Superstar-Gewinnern. Dort musste ich ziemlich hart und direkt erleben, wie es ist, wenn mal nicht alles glattläuft. Den Rückschlag musste ich lange verdauen. Umso stärker bin ich daran aber auch gewachsen.

Im Januar kam Ihr Sohn zur Welt, Ende April haben Sie den letzten Auftritt als Tarzan, ab Juni geben Sie Old Surehand bei den Karl-May-Festspielen. Können Sie sich überhaupt der Familie widmen?

Die Papa-Rolle ist schon die schönste Hauptrolle, und nach Bad Segeberg ziehen wir zu dritt. Ich habe Glück, dass mein Beruf es mir erlaubt, flexibel zu sein und viel Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Sie bauen ein Haus, wann heiraten Sie?

Bis Anfang September spiele ich bei den Karl-May-Festspielen, im Herbst gehe ich auf eine Musical-Ensemble-Tour, und auch ein neues Album ist in Arbeit. Für dieses Jahr ist eine Hochzeit erst mal nicht in Planung.

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