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Vor Urteilsverkündung: Asap Rocky appelliert an seine Fans: "Ihr müsst weiter für mich beten"

Es war sein erstes Konzert seit seiner Freilassung: Der US-Rapper Asap Rocky hat seinen Fans bei einem Auftritt in Kalifornien von seiner Haft in Schweden erzählt und sie um Unterstützung gebeten.

Video: A$AP Rocky in Schweden wegen Körperverletzung verurteilt

US-Rapper Asap Rocky hat bei seinem ersten Konzert nach der Freilassung aus einem schwedischen Gefängnis seinen Fans gedankt. "Ich bin so froh, hier zu sein. Das war ein beängstigendes und demütigendes Erlebnis, aber ich bin hier", sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Festival im kalifornischen Anaheim.

Videoaufnahmen, die am Montag veröffentlicht wurden, zeigen, wie Fans im Publikum immer wieder "Fuck Sweden" ("Fick dich, Schweden") skandieren. Asap Rocky machte allerdings deutlich, dass er davon nicht viel hielt: "Ich habe nichts gegen die Menschen in Schweden", stellte er gegenüber dem Publikum klar. Es seien Schweden gewesen, die vor der Polizeiwache gegen seine Festnahme protestiert hätten. Und auch in der Haft sei er mit Leuten aus Schweden zusammen gewesen.

Asap Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, war Ende Juni in eine gewalttätige Auseinandersetzung in Stockholm verwickelt gewesen. Der Musiker ("Praise the Lord") und zwei seiner Begleiter wurden daraufhin festgenommen, in Untersuchungshaft genommen und wegen Körperverletzung angeklagt. Der 30-Jährige gab an, einen jüngeren Mann aus Notwehr geschlagen und getreten zu haben. Am vergangenen Freitag setzte das zuständige Gericht die drei Amerikaner bis zur Urteilsverkündung am 14. August auf freien Fuß.

Der US-Rapper Asap Rocky

Der US-Rapper Asap Rocky

AFP

Selbst Donald Trump setzte sich für Asap Rocky ein

"Mit Gottes Willen werde ich für unschuldig erklärt", sagte Asap Rocky bei seinem Auftritt am Sonntagabend. "Ihr müsst weiter für mich beten. Hoffentlich muss ich nicht zurück in den Knast, nicht für so etwas Verrücktes." Die Staatsanwaltschaft forderte sechs Monate Gefängnis.

In dem Fall hatte sich neben Superstars wie Reality-TV-Persönlichkeit Kim Kardashian und Popsänger Justin Bieber sogar US-Präsident Donald Trump für die Freilassung des Rappers stark gemacht, was zu einem diplomatischen Schlagabtausch zwischen Washington und Stockholm führte, in dem die schwedische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in ihrem Land verwies. Trump wetterte trotzdem fleißig gegen die Schweden und erklärte via Twitter, er sei von Ministerpräsident Stefan Löfven und seiner Handlungsunfähigkeit in dem Prozess sehr enttäuscht.

mad / DPA