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Bambi, Goldene Kamera, Pokale: Ausstellung zeigt, welche Erinnerungsstücke Boris Becker versteigert

Mehr als 80 Trophäen und Erinnerungsstücke von Boris Beckler kommen unter den Hammer. Eine Galerie in London stellt sie aus.

Die Trophäen und Erinnerungsstücke sind in einer Londoner Galerie ausgestellt

Die Trophäen und Erinnerungsstücke sind in einer Londoner Galerie ausgestellt

DPA

Goldene Kamera steht zum Verkauf. Aber auch den Bambi oder eine Replika des Wimbledon-Pokals suchen einen neuen Besitzer. Insgesamt kommen mehr als 80 persönliche Gegenstände des ehemaligen Tennisstars bei einer Online-Auktion unter den Hammer.

Gebote von bis zu 15.000 Pfund 

Die Versteigerung hat Beckers Onsolvenzverwalter Mark Ford angeordnet. Bis zum 28. Juni kann auf die Trophäen und Erinnerungsstücke geboten werden, in einer Galerie in London können sie besichtigt werden. Das höchste Gebot entfiel am Mittwochabend auf eine Replika des US-Open-Pokals, für die 15.100 Pfund (rund 17.200 Euro) geboten wurden. Beckers Bambi von 1985 stand umgerechnet bei knapp 2000 Euro, seine Goldene Kamera von 1989 bei knapp 1300 Euro.

Die Trophäen und Erinnerungsstücke sind in einer Londoner Galerie ausgestellt

Die Trophäen und Erinnerungsstücke sind in einer Londoner Galerie ausgestellt

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Eigentlich hätte das gegen den Tennisstar diese Woche auslaufen sollen, Becker wäre schuldenfrei gewesen. Doch das Verfahren wurde bis Ende Juli verlängert, wie Becker in einem Interview mit dem "Top Magazin Frankfurt" am Dienstag sagte. Er habe bei Schulden von 3,9 Millionen Euro Vermögenswerte in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro hinterlegt, sagte Becker. Nach seinen Angaben seien Forderungen des Hauptgläubigers, eine englische Privatbank, Grund für die Verlängerung. Die Bank verlange "mehr als doppelt so viel aufgrund von 25 Prozent Zinsen, die sie auf diese Schuld draufgerechnet haben". Das sei aber "weder rechtskräftig noch rechtswirksam".

Unterdessen versuchen Beckers Anwälte diplomatische Immunität für ihren Mandanten geltend zu machen. Becker hatte im April mitgeteilt, er sei zum Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten der Zentralafrikanischen Republik ernannt worden. Regierungsvertreter des bitterarmen Landes widersprechen dem aber teilweise.

   

fri / DPA