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Bild der Sängerin im offenen Sarg: Hollywood diskutiert über Foto von toter Whitney Houston

Skandal in Hollywood: Der "National Enquirer" zeigte in seiner jüngsten Ausgabe ein Bild von der toten Whitney Houston im offenen Sarg und löste damit eine heftige Diskussion aus. Sind die Blattmacher zu weit gegangen?

Von Frank Siering, Los Angeles

Perfektes Make-up, ihr violettes Lieblingskleid, ein sanftes Lächeln auf den Lippen und Juwelen im Wert von mehr als 500.000 Dollar an Hals und Handgelenk: Das letzte Foto der toten Whitney Houston zeigt eine Frau von klassischer Eleganz. "Es ist einfach nur wunderschön", sagt zumindest Mary Beth Wright, Herausgeberin des "National Enquirer".

Sie war es, die den Druck des letzten Fotos von Whitney Houston im offenen Sarg, aufgenommen bei der privaten Totenfeier der Familie, abgenickt hatte. Für diese Entscheidung wird sie jetzt von allen Seiten heftig angegriffen.

"Eine Grenze wurde überschritten", bloggte die Entertainment-Reporterin der "Washington Post", "Endgültig zu weit gegangen?", fragte die "Los Angeles Times". Im Twitter-Wald rauschte es ebenso kräftig. "Skandal", "Völlig daneben", skandierten die einen. Aber auch "wunderschön", "so hübsch wie im echten Leben", die anderen.

Unklar ist, wie das Skandalblatt an das Foto von Houston im Sarg gekommen ist. Wright hätte wohl eine Antwort auf diese Frage, schweigt sich aber noch aus.

Mögliche Beteiligung der Familie

Unter dem Foto die Schlagzeile: "Whitney: The Last Photo!" Fest steht bisher nur, dass das Bild während der privaten Trauerfeier für die engsten Familienangehörigen aufgenommen wurde. Und somit stellt sich auch gleich die Frage, ob die Familie vielleicht sogar ihr Einverständnis für die Veröffentlichung des Fotos gegeben hat. Noch gibt es keinen Kommentar aus dem Houston-Lager.

Aber der Umstand, dass die Familie, wie stern.de bereits berichtete, auch aus der Trauerfeier Kapital schlagen will, indem die TV-Bilder aus der Kirche an diverse Fernsehsender verkauft werden sollen, lässt vermuten, dass die Angehörigen in irgendeiner Form am "Scoop" des "National Enquirer" beteiligt gewesen sein müssen.

Die These, dass Foto könnte gefälscht sein, köchelte ebenfalls kurz hoch. Bisher hat allerdings niemand aus dem Houston-Lager die Authentizität des Bildes angezweifelt. Ein Indiz dafür, dass die Aufnahme echt ist.

Erinnerung an Michael Jackson

Houston starb am 11. Februar in ihrem Zimmer im Beverly Hilton Hotel. Die genaue Todesursache ist noch immer nicht geklärt. Die Familie wie auch Millionen von Fans warten auf den toxikologischen Bericht. Fest steht bisher nur, dass Houston tot in der Badewanne aufgefunden wurde und offensichtlich Wasser in der Lunge hatte.

Das Todesfoto der Diva erinnerte in gruseliger Art und Weise an das letzte Foto eines weiteren Superstars. Im Prozess gegen Dr. Conrad Murray warf die Staatsanwaltschaft ein Bild des toten Michael Jackson auf einer Bahre im Krankenhaus an die Wand.