HOME

Auktion in Planung: Houston-Utensilien kommen unter den Hammer

Die Beerdigung von Whitney Houston liegt gerade mal zwei Tage zurück. Doch die Vermarktung hat schon begonnen. Eine Auktion ist geplant. Und selbst die Totenfeier soll im Nachhinein noch Geld einspielen.

Von Frank Siering, Los Angeles

Ein schwarzes Kleid, ein paar Ohrringe, eine Weste und noch einige andere kleinere Utensilien. Via Pressemitteilung gab Promi-Auktionär Darren Julien gestern bekannt, dass Whitney Houstons Filmnachlass eine größere Rolle in der "Hollywood Legends" Auktion am 31. März spielen soll.

Die Versteigerung der Houston-Artikel, die sie in dem Film "The Bodyguard" getragen hat, findet im Julien’s Auktionshaus in Beverly Hills statt. Nur einen Steinwurf vom "Beverly Hilton Hotel" entfernt. Jenem Ort, an dem die Popsängerin am 11.Februar in der Badewanne ihrer Suite gestorben war.

Die Versteigerung, es werden auch persönliche Artikel von Hollywood-Legenden wie Charlie Chaplin, Clark Gable und Charlton Heston angeboten, sei eine Bestätigung dafür, "dass diese Gegenstände gute Investitionen für die Zukunft sind", so Auktionär Julien.

"Gegenstände haben jetzt historischen Wert"

Persönliche Gegenstände von prominenten Toten vergleicht Julien mit "einer Aktienspekulation. Kaufe sie günstig ein und verkaufe sie zum richtigen Zeitpunkt, dann gewinnen sie an Wert", sagt er weiter.

Auf die Frage, ob es gerade im Falle Houston denn nicht noch ein bisschen zu früh sei, die Kleidungsstücke bei einer Versteigerung anzubieten, antwortete Julien: "Ihr Leben muss zelebriert werden. Es darf nicht versteckt werden. Diese Gegenstände haben jetzt historischen Wert."

Und weiter: "Für Menschen, die Fans von Whitney Houston waren, aber niemals die Möglichkeit hatten, sie persönlich kennenzulernen, ist das die Chance, ein Stückchen von ihr zu besitzen."

Die Erstgebot-Preise für die Houston-Gegenstände, die versteigert werden sollen, stehen schon fest. So will Julien das schwarze Kleid, das sie im Film bei ihrer Begegnung mit "Bodyguard" Kevin Costner trug, für 1000 Dollar anbieten. 400 Dollar sind angesetzt für die Weste, die sie im Film anhatte. Und das Angebot, das überboten werden muss, um Whitneys Ohrringe besitzen zu können, liegt bei 600 Dollar.

Houston-Familie vermarktet Bilder der Beerdigung

Doch mit der Versteigerung allein ist es noch nicht getan. Das Toten-Marketing geht fröhlich weiter. Houstons Familie hat jetzt angekündigt, dass aufgenommene Live-Bilder der Beerdigung von Medien- und TV-Unternehmen gegen eine gewisse Vergütung erstanden werden können.

Die Trauerfeier war weltweit live im Internet übertragen worden. Allerdings musste Associated Press (AP) den Inhalt der Schaltung nach 24 Stunden bereits wieder löschen. Bislang war unklar, warum der Houston-Clan diese Forderung gestellt hatte.

Nach Informationen von TMZ.com sollen die eingespielten Umsätze Whitneys Tochter Bobbi Kristina zugute kommen.

Gerüchte über Drogenprobleme von Bobbi Kristina

Die 18-jährige Tochter der toten Popdiva macht der Familie dieser Tage große Sorgen. Nach der Trauerfeier für ihre Mutter sei sie bis Sonntagmorgen verschwunden gewesen, heißt es. Einige Freunde der Familie vermuten gar, dass Bobbi Kristina selbst Drogenprobleme habe.

Ein Sprecher der Familie sagte über den Zwischenfall nur so viel: "Es gab einige Aufregung wegen Bobbi Kristinas Verschwinden. Aber sie ist okay! Sie brauchte einige Zeit für sich alleine." Wie man sich vorstellen könne, mache Whitneys Tochter eine harte Zeit durch. Einen angeblichen Drogenkonsum stritt der Sprecher ab.

Aus Kreisen von Houstons Familie kommen andere Gerüchte. Demnach wolle vor allem ihre Großmutter Cissy, dass Bobbi Kristina so schnell wie möglich einen Entzug macht. Angeblich soll die 18-Jährige seit drei Jahren gegen den Missbrauch von Suchtmitteln kämpfen. Oma Cissy habe demnach Angst, dass sich eine die Familientragödie wiederholen könnte.

  • Frank Siering