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Los Angeles: Polizei nimmt Chris Brown in seiner Villa fest

Neuer Ärger für Chris Brown: Der 27 Jahre alte US-Sänger soll eine Frau mit einer Waffe bedroht haben. Der Vorfall ereignete sich bei einer Party in seiner Villa.

Chris Brown saß bereits wegen Körperverletzung im Gefängnis

Chris Brown saß bereits wegen Körperverletzung im Gefängnis

US-Star Chris Brown ist festgenommen worden. Der Sänger soll zuvor eine Frau in seiner Villa in Los Angeles mit einer Waffe bedroht haben, teilte die Polizei mit. Laut US-Medien warteten Polizisten knapp zwölf Stunden vor dem Haus des Sängers, bevor sie einen Beschluss zur Durchsuchung erwirkt hatten und den 27-Jährigen festnehmen konnten. Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich um die 25 Jahre alte Schauspielerin Baylee Curran.

Es ist nicht das erste Mal, dass Brown mit der Polizei in Konflikt kommt. Der Sänger war 2009 nach einem Angriff auf seine damalige Freundin Rihanna wegen Körperverletzung verurteilt worden. 2014 saß er wegen Handgreiflichkeiten mit einem Mann mehrere Monate im Gefängnis. Erst im März 2015 hatte er sämtliche Bewährungsauflagen erfüllt.

Nachbarn und Baylee Curran riefen offenbar die Polizei

Wie Curran dem US-Nachrichtenportal "extra" sagte, habe sie sich in Browns Villa aufgehalten, um die Zusammenarbeit bei anstehenden Videodrehs zu besprechen. Als sie eine Diamantkette in der Villa bewundert habe, sei ein Freund Browns ausgerastet und habe sie angeschrien. Brown selbst habe sie daraufhin mit einer Waffe bedroht und aufgefordert, sein Grundstück zu verlassen. An der Türschwelle hätten Freunde Browns sie noch dazu bringen wollen, eine Verschwiegenheitserklärung zu unterschreiben. Als sie dies ablehnte, hätten die Freunde Browns sich geweigert, ihr das zuvor abgenommene Handy zurückzugeben.

Danach habe sie sich das Handy geschnappt und sei davongelaufen. Die Nachbarn hätten die Aufregung mitbekommen und, wie sie wenig später auch, die Polizei alarmiert. Bevor die Beamten anrückten, sei noch ein schwarzer Geländewagen vom Grundstück Browns gefahren und habe sie gesucht, sagte die Schauspielerin "extra". Gegen drei Uhr morgens (Ortszeit) fuhren dann schließlich Polizisten vor.

Chris Brown kritisiert auf Instagram die Polizei

Brown jedoch weigerte sich, sich zu den Vorwürfen zu äußern, wie die Polizei mitteilte. Stattdessen postete der R&B-Star auf Instagram mehrere Videos, in denen er die Polizei und das mutmaßliche Opfer angriff. "Ich bin es Leid. Alle drei Monate wollt ihr etwas von mir", sagte Brown in einem Clip, den er mittlerweile jedoch wieder gelöscht hat. "Aber wenn ich euch rufe, weil mich ein Stalker belästigt, kommt frühestens am nächsten Tag jemand."

Er sei unschuldig, erklärte Brown. "Ihr werdet hier nichts finden, ihr Idioten", sagte er in Richtung der Polizei. Die positionierte sich derweil mit Beamten der Mordkommission vor der Villa des Sängers - ein übliches Vorgehen, wenn Prominente in einen Einsatz involviert sind, wie die Polizei mitteilte.

Fernsehteams filmten den mehrstündigen Polizeieinsatz aus der Luft, "TMZ.com" strahlte die Szenen Live aus. Erst gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) verließ Brown sein Anwesen, setzte sich auf die Treppe davor und ließ sich von der Polizei befragen. Nachdem die Polizisten das Haus durchsucht hatten, nahmen sie Brown fest und fuhren mit ihm zur Wache. Ob sie bei der Durchsuchung eine Waffe, oder - wie zwischenzeitlich von US-Medien spekuliert - mehrere Waffen und Drogen fanden, teilte die Polizei zunächst nicht mit. 

kis / DPA
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