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Modeimperium: Dolce und Gabbana: "Wenn wir tot sind, sind wir tot"

Die Gründer des elitären Modelabels "Dolce & Gabbana" haben ganz genaue Vorstellungen, wie es mit ihrem Imperium einmal enden wird.

Dolce & Gabbana

Die italienischen Modedesigner Domenico Dolce (links) und Stefano Gabbana auf einer ihrer Fashionshows

Picture Alliance

Hätte Coco Chanel ihre Marke mit ins Grab genommen, würde ihre Mode heute nicht einen Umsatz von etwa 5,2 Milliarden US-Dollar (Stand: 2016) machen. Sie wäre ausgestorben. Die Modedesigner Domenico Dolce und Stefano Gabbana sind die Schöpfungsväter des italienischen Modeunternehmens "Dolce & Gabbana": "Wenn wir tot sind, sind wir tot", sagte Gabbana in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

Das Modeerbe der beiden Italiener wird also irgendwann sterben. Gabbana kann sich nicht vorstellen, dass ein japanischer Designer für "Dolce & Gabbana" Mode entwirft. Dolce und Gabbana haben sich deshalb geschworen, falls sich die Modemacher trennen sollten, besser alles aufzuteilen. Keiner der beiden möchte, dass ihr Imperium ruiniert würde. "Wir haben einen Trust aufgesetzt, den keiner von uns beiden anfassen darf". Der Zweck dieses Trusts besteht darin, die Interessen eines Partners abzusichern, für den Fall, dass dem anderen etwas zustoßen sollte.

An Angeboten mangelt es Dolce und Gabbana derweil nicht. "Wir haben alle Kaufangebote abgelehnt; man kann das ganze Geld auf der Welt haben, aber was bringt es, wenn du nicht frei bist? Du gehst nicht mit einem Sarg voller Geld ins Grab", sagte Dolce.

Keine Zeit, Vermögen auszugeben

Seit 1985 gibt es das bekannte Modehaus, das vor allem für seine mutige und pompöse Kleidung für Frauen steht. Die nicht börsennotierte Gruppe gehört nach Umsatz zu den zehn größten Modekonzernen Italiens und erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Erlös von 1,3 Milliarden Euro.

Zeit zum Ausgeben ihres Vermögens haben die Modeschöpfer aber nicht: "Ich arbeite zu viel. Es ist mir nicht wichtig, reicher zu werden. Mein Ziel ist es, erfolgreich zu sein", sagte Gabbana.

Liiert sind Dolce und Gabbana übrigens nicht mehr. Trotzdem verbindet sie nach wie vor ein starkes Band: "Bis heute gilt, was meins ist, ist seins und was seins ist, ist meins ... Unsere neuen Partner wissen wie es ist, ob sie es mögen oder nicht", sagte Dolce.

Das ganze Interview zum nachlesen gibt es hier (nur auf Italienisch!).