Dschungelkönig Gil Ofarim Er hofft auf einen Neuanfang

Gil Ofarim hat die 19. Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" gewonnen.
Gil Ofarim hat die 19. Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" gewonnen.
© RTL
Dschungelkönig Gil Ofarim zeigt sich selbst überrascht von seinem Sieg. Nun hoffe er, dass "alles wieder gut wird".

Mit Musiker Gil Ofarim (43) hat der umstrittenste Kandidat der Staffel das Dschungelcamp gewonnen. Er setzte sich am Sonntagabend im Finale der RTL-Show gegen Realitystar Samira Yavuz (32) und "Hot oder Schrott"-Star Hubert Fella (58) durch. Im Exit-Interview zeigte er sich nur wenige Stunden danach "müde, platt, überwältigt", pochte noch einmal auf seine Verschwiegenheitserklärung bezüglich des Davidstern-Skandals und erzählte, wie es nun mit ihm weitergeht.

"Kein Album in der Schublade"

Vom Sieg zeigte er sich völlig überrascht. Als er hörte, dass er Dschungelkönig ist, habe er nur "Warum?" gedacht. "Ich habe nie damit gerechnet, bis zum Schluss zu bleiben." Er könne es sich nicht erklären, warum er gewählt worden sei. Er wisse, dass ihn viele Menschen kritisch sehen, und könne das auch nachvollziehen. Gleichzeitig habe er gehofft, dass die 24-Stunden-Kameras einen anderen Blick ermöglichen: "Ob das, was geschrieben wird, wirklich zu dem Menschen passt, den man da sieht."

Auch über Mitstreiterin Ariel (22), die ihn im Camp immer wieder zur Rede stellte, äußerte er sich versöhnlich: "Es ist okay, so wie es war. Am Ende ist es eine Fernsehsendung."

Rechtliche Schritte gegen sie oder andere Mitcamper seien für ihn kein Thema. "Diese Frage habe ich mir gar nicht gestellt." Er habe seiner Frau und seinen Kindern das Versprechen gegeben, dass alles wieder gut würde. "Ich wünsche mir nichts sehnlicher als das, dieses Versprechen einzuhalten, für meine Familie und für mich."

Eine Strategie für die Zeit danach habe er nach eigenen Worten nicht. Er sei "mit leeren Händen" ins Camp gegangen: "Ich habe kein Album in der Schublade, keine RTL-Kooperation." Er gehe unvorbereitet raus und wolle "einfach wieder Musik schreiben, Konzerte geben und arbeiten". Auch auf Jobs als Schauspieler und Synchronsprecher hoffe er. "Geplant ist nichts, aber ich wünsche es mir."

Das will er mit der Siegprämie machen

Auf die Frage, ob der Dschungel ihn verändert habe, antwortete er: "Ich bin dankbar, am Leben zu sein, mehr denn je, und ich freue mich auf zu Hause." Rückblickend nehme er als wichtigste Erfahrung mit, dass er gelernt habe, mit Stress und Druck umzugehen. "Ich war acht Monate in einer Klinik, habe dort viel an mir gearbeitet und gemerkt, dass das hängen geblieben ist. Das ist mir fast mehr wert als der Titel." Auf seine Siegprämie von 100.000 Euro angesprochen, bat er um Verständnis, dass dies eine private Angelegenheit sei. "Jemand bekommt noch Geld und das steht ihm auch zu." Ob es sich dabei um den Hotelmitarbeiter in Leipzig handelt, gegen den er antisemitische Vorwürfe erhoben hatte, wollte er nicht sagen.

"Die Toiletten waren schwierig"

Offener wird Gil Ofarim (43) bei seinen Camp-Erfahrungen. Wenig Essen und wenig Schlaf hätten ihm zugesetzt. Der Musiker habe rund sieben Kilogramm verloren, die Waage zeige nun 79 Kilo. Seit seinem ersten RTL-Dreh seien es sogar 10,5 Kilo gewesen, erzählt er.

Nach der Rückkehr nach Deutschland wolle er "einfach deutsche Luft atmen", weil es dort kühler sei. Das Dschungelcamp sei eine "abgefahrene Erfahrung" gewesen. Sein abschließendes Fazit: "Ich würde dem Dschungel 4,99 von fünf Sternen geben - alles war drin, aber die Toiletten waren schwierig."

Noch mehr Dschungel

Fans können sich noch auf zwei weitere Dschungelsendungen freuen. Am Montagabend zeigt RTL "Das große Wiedersehen" zur Primetime. Am Sonntag, dem 22. Februar, folgt dann noch "Das Nachspiel".

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