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Tochter von Gloria von Thurn und Taxis Fürsten-Spross macht sich über Obdachlosen lustig


"Der Schwarze schnackselt gerne." Mit diesem Satz sorgte Gloria von Thurn und Taxis einst für einen Sturm der Entrüstung. Jetzt steht ihre Tochter in der Kritik - wegen eines Instagram-Fotos.

Es ist eine ihrer berühmtesten und umstrittensten Äüßerungen: In der Talkshow "Friedman" sagte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Mai 2001: "Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne." Obwohl die Fürstin später versuchte, ihre Äußerungen zu relativieren, ist er vielen Zuschauern bis heute in Erinnerung geblieben und löste noch immer Unmut aus. Ihre erste Erfahrung mit einem Shitstorm muss nun auch Tochter Elisabeth machen.

Die 32-jährige Journalistin, die für die "Vogue" arbeitet, besuchte die Fashion Week in Paris. Auf ihrem Instagram-Profil veröffentlichte sie am Sonntag ein Foto von einem Obdachlosen auf der Straße, der eine Ausgabe der Modezeitschrift liest. Dazu schrieb sie den Kommentar: "Paris ist voller Überraschungen ... und 'Vogue'-Lesern auch in unerwarteten Ecken."

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: "Was für ein blöder Kommentar zu diesem Bild" oder "das ist geschmacklos", waren noch einige der harmloseren Kommentare. Dem Fürsten-Spross wurde vorgehalten, uneinfühlsam zu sein und sich über den Obdachlosen in seiner Situation lustig zu machen. "Das ist geschmacklos."

Elisabeth entschuldigt sich

Inzwischen löschte Elisabeth von Thurn und Taxis das Foto aus ihrem Profil und brachte ihr Bedauern zum Ausdruck: "Ich möchte mich aufrichtig für den Ärger entschuldigen, den mein Posting verursacht hat", schrieb sie auf Instagram.

Doch die Diskussionen gehen weiter. Inzwischen nehmen einige User sie auch in Schutz. Der Kommentar sei zwar unbedacht gewesen, doch das Foto zeige die Realität. All der Hass würde dem Obdachlosen auch nicht helfen, so der Tenor. Der gute Rat an Elisabeth: "Erst nachdenken, dann veröffentlichen."

mai

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