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Nach fast 20 Jahren "Keine Herausforderung mehr": Ellen DeGeneres beendet ihre Talkshow

Heidi Klum und Ellen DeGeneres
Heidi Klum (l.) im Jahr 2015 zu Gast in der Talkshow von Ellen DeGeneres
© Screenshot/Warner Bros
Nach über 3000 Ausgaben und 2400 Promi-Interviews ist Schluss: US-Talkmasterin Ellen DeGeneres gibt ihre Show auf. Das Format stand zuletzt wegen Vorwürfen, am Set herrsche ein vergiftetes Arbeitsklima, in der Kritik.

Eine Ära im US-Fernsehen geht zu Ende: Ellen DeGeneres wird nach über 3000 Ausgaben und 2400 Promi-Interviews ihre Talkshow beenden. Das bestätigte die Moderatorin dem US-Portal "The Hollywood Reporter". Die im kommenden Frühjahr startende 19. Staffel wird die letzte sein. Über die Gründe für ihren Rückzug sagte die 63-Jährige: "Als kreative Person muss man ständig herausgefordert werden. Und so großartig und unterhaltsam diese Show auch ist, sie ist einfach keine Herausforderung mehr."

Welche neuen Aufgaben auf sie warten, wisse sie noch nicht, sagte DeGeneres, die ihre Karriere als Stand-up-Comedian und Schauspielerin begann. Die "The Ellen DeGeneres Show" moderierte sie seit 2003 und gewann dafür zahlreiche Preise. DeGeners zeigte sich nicht nur vor der Kamera, sondern ist auch Ko-Produzentin der Show.

Ihre Mitarbeiter soll sie laut "Hollywood Reporter" am 11. Mai über das Ende der Show informiert haben. An diesem Donnerstag ist DeGeneres bei Talkshow-Kollegin Oprah Winfrey zu Gast und dürfte dabei mehr über das Ende ihrer Show erzählen.

Bereits 2018 soll Ellen DeGeneres mit sich gerungen haben, ob sie die Show weiterführen wolle. Sie unterschrieb damals einen Vertrag für drei weitere Staffeln, soll sich aber bereits im Klaren darüber gewesen sein, dass die Show danach enden wird. Die "Ellen DeGeneres Show" begeisterte die Fans mit einer Mischung aus Promi-Interviews, Auftritten von besonderen Talenten, Spielen und Werbegeschenken, die entweder an wohltätige Zwecke oder das Publikum vergeben wurden.

Kritik von Mitarbeitern an Ellen DeGeneres

Hinter der Show liegt keine einfache Zeit. Im Sommer vergangenen Jahres wurden Vorwürfe über die schlechten Arbeitsbedingungen am Set laut. Einige Mitarbeiter hatten berichtet, hinter den Kulissen der Talkshow herrsche ein "vergiftetes" Klima der Angst und Einschüchterung. Die Moderatorin entschuldigte sich anschließend im TV. "Wir haben die notwendigen Änderungen vorgenommen und heute beginnen wir ein neues Kapitel", erklärte sie damals den Zuschauern. Doch die schalteten zuletzt immer seltener ein. Die Zuschauerzahl hat sich im Vergleich zur Vorsaison auf rund 1,2 Millionen halbiert.

Im Gespräch mit dem "Hollywood Reporter" bestritt DeGeneres, dass die Kritik an der Sendung zur Einstellung geführt habe. "Es war sehr schmerzhaft, wirklich sehr schmerzhaft. Aber wenn ich die Show deswegen aufgeben würde, wäre ich in dieser Saison nicht zurückgekommen", sagte die Moderatorin. 

DeGeneres

In den USA wird nun bereits spekuliert, dass Sängerin Kelly Clarkson mit ihrer Show den Sendeplatz von Ellen DeGeneres übernehmen könnte. Auch Schauspielerin Tiffany Haddish ist für eine neue Show beim Sender NBC im Gespräch.

Ellen DeGeneres ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten im US-Fernsehen. 1997 sorgte sie für Aufsehen, als sie in der nach ihr benannten Sitcom "Ellen" als einer der ersten TV-Stars ihre Homosexualität öffentlich machte. Seit 2008 ist sie mit der Schauspielerin Portia de Rossi verheiratet.

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