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Nach Amoklauf in Florida: "Im Namen unserer Kinder": Amal und George Clooney kündigen sich für Protestmarsch an

In den USA wollen Jugendliche lautstark und öffentlich gegen die Waffengesetze demonstrieren - unterstützt werden sie von George Clooney und anderen Hollywood-Stars. Die Bewegung zeigt: Da braut sich etwas Großes zusammen. 

George Clooney und Amal Clooney

Am 24. März wollen George Clooney und seine Frau, Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, mit Jugendlichen gegen die bestehenden Waffengesetze demonstrieren. 

Picture Alliance

Nach dem schrecklichen Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, sorgen die jungen Überlebenden des Attentates für Furore. Für den 24. März haben sie einen Protestmarsch in Washington D.C. organisiert. "March for Our Lives" nennen sie die großangelegte Demo - "Marsch für unser Leben". Unterstützung bekommen die Jugendlichen nicht nur von Demokraten und anderen Waffengegnern, sondern auch aus Hollywood. George Clooney und seine Frau Amal haben mittlerweile angekündigt, an der Demonstration teilzunehmen. 

George Clooney und seine Frau Amal wollen mitmarschieren

"Amal und ich sind von dem Mut und der Eloquenz dieser jungen Männer und Frauen der Stoneman Douglas High School inspiriert", sagte Clooney in einem Statement gegenüber "The Wrap". "Unsere Familie wird am 24. März dabei sein, um Seite an Seite mit dieser unglaublichen Generation junger Leute aus allen Ecken des Landes zu stehen. Im Namen unserer Kinder Ella und Alexander spenden wir 500.000 Dollar, um dieses wegweisende Event zu unterstützen. Das Leben unserer Kinder hängt davon ab", fügte der 56-Jährige hinzu. 

Der "March for Our Lives" erinnert an #MeToo

Sowohl Stephen Spielberg als auch Moderatorin Oprah Winfrey schlossen sich dem Schauspieler und seiner Frau an. "George und Amal, ich kann euch nur zustimmen. Ich beteilige mich mit 500.000 Dollar am 'March for Our Lives'", schrieb Winfrey auf Twitter und verglich die politisch engagierten Jugendlichen aus Florida mit den "Freedom Ridern" der Sechzigerjahre. Diese hatten damals gegen die Rassenteilung in den Südstaaten der USA demonstriert.

Dass sich Jugendliche gegen die Regierung und die laxen Waffengesetze auflehnen, ist bislang einzigartig in der Geschichte. Doch nicht nur die Sechzigerjahre und der Kampf gegen Rassismus, sondern auch eine aktuelle Bewegung zeigt, was dank derartiger Demonstrationen erreicht werden kann. "Es gibt Grund zu hoffen. Schaut euch die #MeToo-Bewegung an", sagte Talkmaster Stephen Colbert in seiner "Late Show". "Viele der Männer in Machtpositionen hatten damit nicht gerechnet. Aber sie hat bewiesen, dass ein Wandel über Nacht stattfinden kann", sagte er. Tatsächlich ist der "March for Our Lives" angelehnt an den "Women's March", der nach Donald Trumps Vereidigung im Januar vergangenen Jahres zum ersten Mal stattfand und durch #MeToo stetig an Aufmerksamkeit gewinnt.

2018 ist ein Wahljahr in den USA. Viele Mitglieder des Senates und des Repräsentantenhauses müssen für Stimmen kämpfen. Gut möglich, dass sie es sich nicht mit ihren jungen Wählern verscherzen wollen. 


ls