Heath Ledger Die Eltern holen "Heathos" Leiche


Heath Ledgers Eltern und seine Schwestern sind in den USA eingetroffen, um den Leichnam des vor wenigen Tagen tot aufgefundenen Schauspielers zu holen und in sein Heimatland Australien zu begleiten. Zuvor trafen sich Angehörigen mit den Ärzten, die Ledgers Leiche obduziert hatten.
Von Ulrike von Bülow, New York

Heath Ledgers letzte Reise begann auf der Upper East Side in New York: Gestern Nachmittag gegen 16 Uhr Ortszeit wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten des Schauspielers aus der "Frank E. Campbell Funeral Chapel", einer Kapelle auf der Madison Avenue, in einen Leichenwagen getragen, der ihn laut Polizeiangaben zum Flughafen bringen sollte.

Ledgers Eltern und seine Schwester sind Freitag in New York angekommen, die Familie will in einem privaten Gottesdienst Abschied nehmen von Ledger, der am Dienstag tot in seinem Apartment in der Broome Street, Downtown-Manhattan, aufgefunden worden war. Einen weiteren Gottesdienst soll es in Los Angeles geben, später wird Heath Ledger wohl in seiner Heimat Australien, in Perth, beerdigt werden. So wünscht es seine Familie. Eine erste Autopsie hatte noch keine Klarheit über die Todesursache erbracht; in Ledgers Wohnung waren sechs verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente gefunden worden seien, teilten Ermittler mit, alle Indizien deuteten auf eine versehentliche Medikamentenüberdosis hin. Seine Freunde, seine Angehörigen sagten, er sei nicht drogen- oder medikamentenabhängig gewesen.

"Er hat Zigaretten geraucht, aber das war's", sagte das australische Model Sophie Ward, dessen Schwester Gemma, ebenfalls Model, im vergangenen Jahr kurzfristig mit Ledger liiert war. "Wenn ich ihn gesehen habe, hat er meist Cola light getrunken. Es war ihm sehr wichtig, keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Ich denke nicht, dass er sich das Leben nehmen wollte."

Eltern treffen die Ärzte

Ledgers Eltern, seine Mutter Sally und sein Vater Kim, trafen sich mit den Ärzten, die den Leichnam ihres Sohnes untersucht hatten. Die Familie bat den Bestattungsunternehmer, keine Details zur Beisetzung des 28-Jährigen an die Öffentlichkeit zu geben. Sie hat ihre Trauer in Todesanzeigen in der Zeitung "The West Australian" kundgetan: "Als eng verbundene Familie haben wir stets beobachtet, wie Du so bestrebt und doch so ruhig auf deinem ganz eigenen Weg durchs Leben gereist bist, und Dir nichts den Weg versperren konnte - kein Berg war zu hoch, kein Fluss zu tief."

"Heatho", sagte sein Vater Kim, sei "liebenswert, talentiert, unabhängig" gewesen: "Wir waren eins, Vater und Sohn, und nun bist du nicht mehr mein Schach-Gegner... das war's... ich konnte dich sowieso nie schlagen."


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