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31 Michelin-Sterne: "Jahrhundertkoch" Joël Robuchon ist verstorben

Seine Kreationen wurden unter anderem in Paris, New York, London und Tokio serviert. Mit dem Tod von Joël Robuchon ist die Welt nun um einen Spitzenkoch ärmer.

Starkoch Joël Robuchon

Starkoch Joël Robuchon wurde 73 Jahre alt

AFP

Mit Kartoffelpüree wurde er berühmt und wusste über die Jahre viele Gaumen zu verwöhnen. Nun ist der französische Starkoch Joël Robuchon tot. Der Mann mit den weltweit meisten Michelin-Sternen starb im Alter von 73 Jahren in Genf, wie sein Pressebüro der Deutschen Presse-Agentur in Paris auf Anfrage bestätigte. Robuchon gehörte zu den Wegbereitern der "Nouvelle Cuisine" und führte eine weltweite Gastronomiegruppe.

Frankreichs Regierungssprecher Benjamin Griveaux würdigte ihn via Twitter als "visionären Koch". Von Paris bis Schanghai habe Robuchon die französische Gastronomie "zum Strahlen gebracht", schrieb Griveaux. "Er wird auch weiterhin die junge Generation von Köchen inspirieren." 

Gault et Millau kürte Joël Robuchon zum "Koch des Jahrhunderts"

Mit seinen Restaurants hat der aus Westfrankreich stammende Gastronom nach Angaben seines Unternehmens weltweit die meisten Sterne im renomierten Michelin-Gastronomieführer: 31 an der Zahl. In Paris trägt unter anderem das Zwei-Sterne-Haus "L'Atélier de Joël Robuchon - St. Germain" seinen Namen.

Der Gourmetführer Gault et Millau kürte Robuchon 1990 zum "Koch des Jahrhunderts" - gemeinsam mit Frankreichs Gourmet-"Papst" Paul Bocuse, dem Österreicher Eckart Witzigmann und dem Schweizer Frédy Girardet. Dennoch blieb Rebuchon dem breiten Publikum weniger bekannt als Bocuse, der im Januar im Alter von 91 Jahren starb. Feinschmecker konnten Robuchons Kreationen unter anderem auch in New York, Las Vegas, London, Tokio und Genf kosten.

fri / DPA / AFP