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Kajak-Unfall von Lennox-Tochter "Er ist für Tali gestorben"


Traurige Gewissheit für Tali Lennox: Bei der Wasserleiche, die am Montag im Hudson River gefunden wurde, handelt es sich um ihren Freund Ian Jones. Seine Mutter äußerte sich erstmals zum Unfallhergang - und stellt ihren Sohn als Helden dar.

Bislang gab es wenigstens ein bisschen Hoffnung. Darauf, dass es sich bei der am vergangenen Montagnachmittag im Hudson River gefundene Wasserleiche nicht um Ian Jones, den Freund von Tali Lennox, handelt. Doch die am Dienstag durchgeführte Obduktion bestätigt nun das Schlimmste: Jones ist nach seinem Sturz aus dem Kajak ertrunken.

Die Polizei im Bezirk Dutchess County im US-Bundesstaat New York veröffentlichte am Dienstagabend Teile des Autopsieberichtes. Demnach konnte die in einem Yachthafen gefundene Leiche zweifelsfrei als die des 32-jährigen Jones identifiziert werden. "Bei der Untersuchung konnten keine Verletzungen durch Fremdeinwirkung festgestellt werden", heißt es in dem Bericht weiter. Die Forensiker kommen zu dem Schluss, dass Jones durch Ertrinken starb.

Damit ist der Tod ihres Freundes für die Tochter der US-Sängerin Annie Lennox, Tali, zur traurigen Gewissheit geworden. In einem herzzerreißenden Brief nahm sie von ihrem langjährigen Lebenspartner Abschied: "Mein Herz ist zerbrochen. Mein bester Freund, mein Seelenpartner, mein Mann zum Pferde stehlen und für alles Kreative, die Liebe und das Licht meines Lebens ist nicht mehr bei mir", schrieb die 22-Jährige bei Instagram. "All die Liebe, die mir geschickt worden ist, gibt mir die Stärke, das durchzustehen. Ich weiß, dass er so glücklich ist, dass ich gerettet wurde. Lasst uns seine wunderschöne Seele ehren und feiern." Dazu veröffentlichte die Lennox-Tochter ein gemeinsames Scharzweißfoto von sich und Jones. In einem weiteren Beitrag heißt es: "Folge dem Licht".

 Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang noch immer nicht hundertprozentig geklärt. Lennox und Jones unternahmen am Samstagmorgen eine Kajaktour auf dem Hudson River. Sie waren gegen 9 Uhr zirka 150 Kilometer nördlich von New York am Mills Norrie State Park gestartet. Um 9.50 Uhr erreichte ein Notruf die Polizei, weil das Kajak gekentert war. Lennox konnte von einem Boot, das sich in der Nähe befand, gerettet werden. Doch von ihrem Freund fehlte jede Spur. Beide trugen keine Schwimmwesten.

Genauer Unfallhergang bislang nicht bestätigt

"Es könnte Alkohol im Spiel gewesen sein", mutmaßte Sheriff John Watterson kurz nach dem Unglück in der Lokalzeitung "Poughkeepsie Journal". Doch bislang scheint sich dieser Verdacht nicht erhärtet zu haben. Offenbar ist das Unglück einer Verkettung unglücklicher Umstände und der starken Strömung des Hudson River geschuldet.

Mutter von Jones äußert sich im "People"-Magazin

"Er starb für sie", sagte Sherron Jones, die Mutter des verstorbenen Fotografen, dem US-Magazin "People". Sie schilderte erstmals Hintergründe des tragischen Unfalls. Demnach feierten Lennox und Jones am Hudson am Freitagabend den Geburtstag eines gemeinsamen Freundes. Vor der Rückfahrt nach New York habe das Paar am Samstagmorgen mit einem Zweier-Kajak zu einem nahe liegenden Leuchtturm unweit von Staatsburg paddeln wollen. Als ihr Boot kenterte, sei Jones unter Wasser gezogen worden. "Beide haben die Gefahr der Strömungen unterschätzt", sagte Sherron Jones der Zeitschrift. Nach wenigen Minuten habe die starke Strömung des Flusses Jones von seiner Freundin getrennt.

Anders als in den offiziellen Mitteilungen behauptet, sei Tali nicht von einem vorbeifahrenden Boot, sondern von Spaziergängern gerettet worden. Vehement widersprach sie Gerüchten, ihr Sohn Jones sei am Morgen noch betrunken gewesen. Der trockene Alkoholiker habe sich nach seiner Sucht den Anonymen Alkoholiker verschrieben, zudem sei er ein passionierter Schwimmer gewesen.

mai

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