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Klage nach Super-Bowl-Auftritt: M.I.A. wehrt sich mit dem Stinkefinger

1,5 Millionen Dollar soll M.I.A. wegen ihres Mittelfingers beim Super Bowl bezahlen. Doch die Sängerin ist uneinsichtig. In einem Video verteidigt sie ihre Geste - und erhebt erneut den Finger.

Ihr Mittelfinger soll M.I.A. teuer zu stehen kommen: Bei der Halbzeitshow des Superbowl-Endspiels 2012 zeigte die Sängerin den TV-Zuschauern den Stinkefinger. Live! Nicht nur Madonna war sauer, sondern auch die amerikanische Footballliga. Die NFL fordert 1,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz von M.I.A. - doch die zeigt den Footballbossen erneut den Mittelfinger.

Unter der Überschrift "Was ist obszöner?" veröffentlichte M.I.A. auf ein Video auf "Youtube", in dem sie ihre Geste von damals verteidigt. Die 38-Jährige erklärt, dass die Tänzerinnen, die mit ihr und Madonna auf der Bühne standen, allesamt unter 16 Jahre alt gewesen seien. "Sie schwangen ihre Hüften, spreizten die Beine und haben sehr eindeutige sexuelle Gesten gemacht."

M.I.A. will keinen Cent zahlen

Junge Mädchen hätten sich mit Zustimmung der NFL zum Sexualobjekt gemacht, sagt die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Maya Arulpragasam heißt. Im Vergleich dazu sei ihr Stinkefinger harmlos. Deshalb werde sie keinen Cent an die NFL zahlen.

Die Verantwortlichen in der NFL behaupten, M.I.A. haben den Ruf der Liga beschädigt. Sie berufen sich in ihrer Schadensersatzklage auf eine Vertragsklausel, die Arulpragasam unterzeichnet hatte. Darin sicherte sie zu, die Richtlinien der NFL einzuhalten und alles zu unterlassen, dass das Ansehen der NFL schaden könnte.

Vermutlich werden die Gerichte über die Klage entscheiden müssen. M.I.A. selbst gibt sich jedenfalls unbelehrbar. Wie ein trotziges Kind hält sie in ihrem Video zeigt sie erneut ihren Mittelfinger. Dieses Mal gilt er aber offensichtlich nicht den Millionen TV-Zuschauern, sondern den NFL-Bossen.

mai