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Juli Briskman: Stinkefinger für Donald Trump hat für Twitter-Heldin ernste Folgen

Vor einigen Tagen wurde Juli Briskman zur Heldin in den sozialen Medien. Als die Wagen-Kolonne des US-Präsidentin die Radlerin überholte, zeigte sie Donald Trump den Stinkefinger. Eine Geste, die nun Folgen hat.

Eine Radfahrerin wird von Donald Trumps Auto-Konvoi überholt und zeigt einen Stinkefinger

Diese Geste für US-Präsident Donald Trump machte Juli Briskman zur Twitter-Heldin. Nun verlor sie deshalb ihren Job.

Ein gegen US-Präsident Donald Trump erhobener Mittelfinger hat eine US-Bürgerin den Job gekostet. Nachdem sie das Foto von ihrer Geste im Internet geteilt hatte, sei sie entlassen worden, sagte die 50-jährige Juli Briskman der "Huffington Post".

Vergangene Woche hatte die radfahrende Briskman der Autokolonne des Präsidenten den Stinkefinger gezeigt, als diese in Sterling im US-Bundesstaat Virginia - unweit eines Golfresorts - an ihr vorbeifuhr. "Er fuhr vorbei, und das hat mich auf 180 gebracht", schilderte sie. Briskman war an jenem Samstag auf einer Fahrradtour, als die Kolonne sie passierte. "Ich hab gedacht: Der ist schon wieder auf dem verdammten Golfplatz", erzählte Briskman. Die Frau, Wählerin der Demokraten Briskman, wohnt in der Nähe von Trumps Golfclub am Potomac-Fluss, rund 40 Kilometer nordwestlich des Weißen Hauses.

Geste unter Hashtag #Her2020 bekannt geworden

Öffentlich wurde ihre Geste durch den AFP-Fotografen Brendan Smialowski, der den Präsidenten begleitete und den Moment festhielt. Bei Fahrten mit der Präsidenten-Kolonne halte er seine Kamera immer bereit, denn "man weiß nie, was passiert", erklärte Smialowski seinen Schnappschuss. Immer wieder höben Menschen den Daumen oder zeigten den Mittelfinger, wenn der Präsident vorbeifahre.
Auf dem Foto ist Juli Briskman von hinten auf dem Fahrrad zu sehen und eigentlich nicht zu erkennen - nachdem sie selbst das vielfach in Internet und Fernsehen gezeigte Foto entdeckt hatte, machte sie es allerdings zu ihrem Profilbild auf Facebook und Twitter. In den sozialen Medien wurde Briskmans Geste unter dem Hashtag "#Her2020" gefeiert - eine Anspielung auf den Hashtag der Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton: "#Her2016".


Juli Briskman sucht neuen Job im Tierschutz

Drei Tage nach der Begegnung wurde die allein erziehende Mutter zweier Kinder gefeuert, wie sie der "Huffington Post" nun berichtete. Bislang hatte sie bei dem Bauunternehmen Akima LLC gearbeitet, das auch für die US-Regierung und das US-Militär tätig ist. Zwar ist nicht bekannt, ob der Präsident selbst das Foto gesehen hat; ihr Arbeitgeber habe ihre Geste jedoch als "obszön" eingestuft, sagte Briskman. Die Firma war für Nachfragen nicht zu erreichen.

Auch nach ihrer Kündigung löschte sie das Foto nicht von ihren Seiten in sozialen Medien. Stattdessen will sie nun einen Job bei einem Arbeitgeber suchen, mit dem sie sich besser identifiziert kann - zum Beispiel eine Tierschutz- oder eine Lobby-Organisation, die Abtreibung befürwortet. Twitter-User sprangen ihr auch diesmal rasch zur Seite - und machten sogar Job-Angebote.

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dho mit / AFP