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"Wie ein anderes Leben": Stefan Raab habe sie überfordert: Lena Meyer-Landrut bereut zweiten ESC-Auftritt

Zehn Jahre ist es her, dass Lena Meyer-Landrut den ESC gewann. Heute blickt die Sängerin mit anderen Augen auf die Zeit zurück. 

Lena Meyer-Landrut

Lena Meyer-Landrut bei ihrem zweiten ESC-Auftritt in Düsseldorf (2011)

Picture Alliance

Sie war die junge Deutsche, die mit ihrem Kate-Nash-ähnlichem Akzent "Satellite" sang und sich damit in die Herzen vieler ESC-Fans tanzte. Als Lena Meyer-Landrut 2010 den Eurovision Song Contest gewann, wusste sie vermutlich noch nicht, was auf sie zukommen würde. Von dem Triumph gesteuert, entschied man sich, die erst 19-Jährige Lena auch im Jahr darauf antreten zu lassen. Der zweite ESC-Auftritt war damals ganz anders als ihre Sieges-Performance vom Vorjahr. Auf einmal schien die junge Frau gereift, ernster, dunkler.

Lena Meyer-Landrut bereut den zweiten ESC-Auftritt

Heute blickt die 28-Jährige mit anderen Augen auf ihre ESC-Zeit zurück. "Manchmal sehe ich diese Bilder und denke: Das kann nicht ich gewesen sein. Es fühlt sich an wie ein anderes Leben", sagte sie jetzt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Was den ersten ESC in Oslo angeht, würde sie alles nochmal genauso machen, erklärt sie.

Doch die Entscheidung, ein zweites Mal aufzutreten, scheint ihr auch heute noch Bauchschmerzen zu machen. "Dieser Lena würde ich raten: 'Geh zum Therapeuten. Und fahre öfter mal nach Hause. Lass dich nicht so verbiegen und unter Druck setzen von der Öffentlichkeit und bei allem, was auf dich einprasselt. Bleib bei deinem Ja und bei deinem Nein. Ziehe dich mehr zurück und bleib bei dir.' Im Nachhinein würde ich sagen: Ich hätte mich damals öfter selbst rausnehmen sollen, um nachdenken und klarkommen zu können. Mit 20 wusste ich noch nicht, dass man das darf", erklärte sie.

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Kein Vorwurf an Stefan Raab

Stefan Raab hatte Meyer-Landrut damals in seiner Show entdeckt, machte sie zum großen Eurovision-Star. Auf die Frage des RND, ob Raab sie überfordert habe, antwortete die "Thank you"-Sängerin: "Ja, auf jeden Fall. Aber das soll keine Schuldzuweisung sein, denn ich bin fest davon überzeugt, dass jeder die Verantwortung für sich selber trägt. Und mit Sicherheit habe ich damals signalisiert, dass das alles okay ist."

Einen Vorwurf macht sie Raab also nicht. Doch heute weiß Lena Meyer-Landrut: Der zweite ESC hätte nicht sein müssen. 

Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland