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Lindsay Lohan Alkohol-Fahne und Koks in der Tasche


Lindsay Lohan ist zum zweiten Mal wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden - angeblich mit Kokain in der Hosentasche. Ihre Anwältin gab zu, dass die 21-jährige einen Rückfall erlitten habe.
Von Frank Siering, LA

Eine Szene wie aus einem schlechten Film: Mit Kokain in der Hosentasche, einer Alkohol-Fahne und ohne Führerschein wurde Lindsay Lohan noch bevor Dienstagfrüh in Kalifornien die Sonne aufging von der Polizei festgenommen. Davor gab es wohl auch noch eine wilde Verfolgungsjagd. Am Ende ging alles ganz schnell. Die Handschellen klickten und die Lohan landete in der Ausnüchterungszelle.

Da sitzt sie jetzt nicht mehr. Zumindest vorerst. stern.de hat erfahren, dass sich Lohan nach der Hinterlegung von 25.000 Dollar Kaution direkt vom Gefängnis in eine Entzugsanstalt hat fahren lassen. Ihre Fußfessel, die ein Alkohol-Messgerät war und die sie sich freiwillig hat anlagen lassen, trägt sie nicht mehr. Ihre Anwältin Blair Berk bemühte sich um schnelle Schadensbegrenzung und schob erst einmal alles auf die böse Sucht. In einer Pressemitteilung - die werden bei Promi-Vergehen mittlerweile automatisch herausgegeben - schreibt sie: "Sucht ist eine schreckliche Krankheit". Und weiter: "Lindsay Lohan hat gestern einen Rückfall erlitten. Sie ist jetzt an einem sicheren Ort und unterliegt im Moment medizinischer Aufsicht."

Bluttest verweigert

Und hat gleich einen ganzen Haufen juristischer Probleme am Hals. Muss sie sich jetzt nicht nur wegen zweifacher Trunkenheit am Steuer vor dem Richter verantworten. In den USA bedeutet ein Zweitvergehen in derselben Angelegenheit übrigens eine automatische Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Nein, Lohan hat jetzt auch noch eine Klage wegen Kokain-Besitz und Fahrens ohne Führerschein am Hacken.

Dazu kommt dann noch das dubiose Gerücht, das die Website TMZ.com verbreitete, Lohan habe sich nicht gerade kooperativ gezeigt bei der Festnahme. Joe Pertel, Strafverteidiger aus Santa Monica: "Für Lohan kann dieses zweite Vergehen in der gleichen Angelegenheit katastrophale Folgen haben." Da hilft es auch nicht, dass der "Freaky Friday"-Star auf der Polizeiwache einen Bluttest verweigerte und nur dem "Walk the Line"-Test zustimmte.

Karriere am Scheideweg

Hilfe ist auf dem Weg. Ausgerechnet Papa Michael Lohan, ein Mann, der selbst erst einen zweijährigen Gefängnis-Aufenthalt wegen Trunkenheit am Steuer hinter sich gebracht hat, will nun seinen Sorgerechts-Streit mit der Lohan-Mama Dina beiseite legen, um sich "intensiv um Lindsay zu kümmern", wie er selbst sagt. "Wir müssen ihr helfen, sie kann das alleine nicht schaffen", sagt der Vater. Und weiter: "Als wir noch als Familie zusammen waren, ist das alles nicht passiert." Michael und Dina Lohan streiten sich derzeit um das Sorgerecht ihrer beiden gemeinsamen minderjährigen Kinder Ali (13) und Dakota (11). Lindsays Karriere steht am Scheideweg. Ihre erneute Festnahme scheint ihre Karriere als Hollywood-Schauspielerin schnell und abrupt zum Ende kommen zu lassen. Wurde Lohan doch erst kürzlich unter dubiosen Umständen vom Streifen "Poor Things" mit Shirley MacLaine gefeuert, und auch die Tanz-Stunden, die sie seit kurzem für den neuen Film "Dare to love me" genommen hatte, waren wohl für die Katz. Im Herbst sollten die Dreharbeiten zu dem neuen Film in Rumänien beginnen. Und auch das Projekt "The Best Times of our Lives" mit Keira Knightley in der Hauptrolle wurde zum "No Go" für Lohan. Angeblich hatte Knightley, deren Mutter das Drehbuch für den Film geschrieben hat, keine Lust auf die "Unzuverlässigkeit" ihrer jüngeren Kollegin. Der Lohan-Part wurde durch Sienna Miller ersetzt. Bleibt der Film "I know who killed me", der am Freitag in die US-Kinos kommt. Lohan spielt darin ein Vergewaltigungsopfer.

Doppelzüngiges Spielchen

Jetzt also heißt es erst einmal wieder zwölf Step-Programm für Lindsay Lohan. Angeblich, so sagen Insider, ist sie nicht in die Promises-Klinik nach Malibu, sondern in eine "geheim gehaltene Anstalt" eingeliefert worden. Lindsay Lohan soll jetzt von den Medien abgeschirmt werden, heißt es. Und schon wieder wird ein doppelzüngiges Spielchen getrieben in Hollywood. Berichtete Fox doch noch am Dienstagmorgen im Frühstücksfernsehen, dass eben je ne abgeschirmte Lohan kürzlich bei der Fotoagentur X17 persönlich angerufen haben soll, um einen Fotodeal über die Summe von 30 000 Dollar abzuschließen. Also, ganz so ernst scheint es Junkie Lohan dann doch nicht zu nehmen mit dem "Geheimhalten".


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