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Michael Douglas im Interview Oralsex als Krebsursache?


Oralsex sei der Auslöser für seinen Kehlkopfkrebs gewesen, sagte Schauspieler Michael Douglas dem "Guardian" - und sorgt damit nicht nur in Hollywood für Aufregung.
Von Frank Siering, Los Angeles

Die Nachricht schwappte am Wochenende von England über den Atlantik Richtung Hollywood: Michael Douglas sagte der britischen Zeitung "The Guardian", dass Oralsex für seine Kehlkopferkrankung aus dem Jahre 2010 verantwortlich gewesen sei. Douglas wird mit den Worten zitiert, dass "diese besondere Art von Krebs vom Humanen Papilloma-Virus (HPV) ausgelöst wird. Und den habe ich mir beim Cunninlingus eingefangen". Also beim Oralsex mit Ehefrau Catherine Zeta-Jones will sich der 68-jährige Oscar-Gewinner infiziert haben.

Das Douglas-Interview sorgte für reichlich Aufregung im virtuellen Promi-Universum. Kaum eines der einschlägigen Klatschportale, das nicht auf die Nachricht aufsprang und über die Cunnilingus-Beichte des ehemals selbstbekennenden Sexsüchtigen Douglas berichtete.

Wunsch als Vater des Gedankens

Im Interview mit dem "Guardian" geht Douglas noch einen Schritt weiter und sagt: "Und wenn du es dann hast, ist Oralsex das beste Heilmittel." Diese Äußerung wurde in den USA von diversen Hals- Nasen- und Ohrenspezialisten heftig angegriffen. Mahesh Kumar, ein britischer Krebsspezialist, sagte ebenfalls dem "Guardian": "Diese Aussage ist falsch." Kumar weiter: "Vielleicht glaubt er (Douglas), dass das Immunsystem gestärkt wird, so sich der Körper dem Virus häufiger aussetzt. Aber das macht leider überhaupt keinen Sinn", so der Arzt.

Douglas, der derzeit durch Europa tourt, um seinen neuen Film "Behind the Candelabra", ein Film über das Leben von Liberace, zu bewerben, hatte bislang noch nicht so offen über seine Krebserkrankung gesprochen. Im "Guardian" sagte die Hollywood-Legende zudem: "Ich hatte zunächst gedacht, dass der Stress, den ich durch den Gefängnisaufenthalt meines Sohnes durchleiden musste, für die Krebserkrankung verantwortlich war."

Explizite Sex-Szene mit Matt Damon

Douglas ist seit zwei Jahren krebsfrei und ist fest davon überzeugt, dass er ihn für immer besiegt hat. "Mit dieser Art von Krebs ist es so, dass er in 95 Prozent aller Fälle nicht zurückkehrt", so der 68-Jährige.

Die Rolle des Liberace war der erste Job für Douglas nach seiner Krebserkrankung. Schon beim Filmfest in Cannes zeigte sich der Ehemann von Zeta-Jones äußerst emotional und beschrieb sein Comeback als "ein großartiges Geschenk". Der Film hatte in den USA für einigen Wirbel gesorgt, weil er eine sehr explizite Sex-Szene zwischen Matt Damon (spielt den Liebhaber von Liberace) und Douglas (Liberace) gezeigt hatte. Diverse konservative Lobby-Gruppen hatten sich – ohne Erfolg - beim Bezahlsender HBO beschwert und gefordert, dass die Szene nachträglich aus dem Film entfernt werden sollen.


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