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Königspalast Mobbing-Vorwürfe gegen Meghan: Warum der Streit jetzt richtig schmutzig wird

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan wehrt sich gegen einen Bericht in der "Times"
© Jeremy Selwyn/Evening Standard / Picture Alliance
Wenige Tage vor Ausstrahlung des Oprah-Winfrey-Interviews werden Mobbing-Vorwürfe gegen Herzogin Meghan laut. Sie selbst wittert dahinter eine Strategie des Palasts. 

Im Streit zwischen dem Sussex-Paar Harry und Meghan und dem Rest der Königsfamilie spielt ein großer Player mit, dem eine nicht unbeachtliche Macht zukommt: die britischen Medien. Seit jeher hasst Prinz Harry die unbarmherzige Klatschpresse, während Prinz William und Co. sie zwar nicht mögen, aber tolerieren.

Das führte letztlich zum Austritt Harrys und Meghans aus dem royalen Alltag. Er musste seine mentale Gesundheit retten, verriet der Prinz gerade erst bei Talkmaster James Corden. Jetzt, wenige Tage bevor das Interview der Sussexes mit Oprah Winfrey ausgestrahlt wird, dominiert eine neue Geschichte die britischen Zeitungen: Herzogin Meghan sei eine Mobberin. 

Herzogin Meghan: Mobbingvorwürfe

Laut der "Times" hatte der ehemalige Kommunikationsassistent der beiden, Jason Knauf, bereits im Oktober 2018 Beschwerde eingereicht. Ihm zufolge hätte Meghan zwei Mitarbeiter aus dem Kensington Palast gemobbt. Einer hätte Angst gehabt vor einer Konfrontation mit der US-Amerikanerin, hätte gesagt: "Ich kann nicht aufhören zu zittern." Jetzt seien Mitarbeiter auf die "Times" zugegangen, um die Vorwürfe zu bestärken. 

Anschuldigungen, die erstaunlich sind, zumal die "Times" enge Kontakte ins Königshaus haben soll und als seriöses Blatt ernstgenommen wird. 

Meghan schlägt zurück

Meghan selbst wittert hinter dem Artikel eine Hetzkampagne gegen sie. Sie sei "traurig über diesen jüngsten Angriff auf ihren Charakter, besonders als jemand, der selbst das Ziel von Mobbing war und sich zutiefst verpflichtet fühlt, diejenigen zu unterstützen, die Schmerz und Trauma erlebt haben", ließ ihr Sprecher wissen. Mehr noch: Anwälte von Harry und Meghan sagen, die Publikation sei "vom Buckingham Palast benutzt worden, um mit einer völlig falschen Geschichte hausieren zu gehen". 

Dass Meghan und Harry bei Oprah Winfrey Interna verraten werden und dass sie das tun, während Prinz Philip im Krankenhaus liegt, dürfte den Graben zwischen den Familienmitgliedern nur vertiefen. Keine Frage: Der Streit wird schmutziger, die Vorwürfe detaillierter. Und die Presse wird weiterhin als Lautsprecher der Parteien genutzt. 

Quelle: "The Times"

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ls

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