Moby Musiker ruft zum Widerstand gegen Trump auf

Moby ruft zum Widerstand gegen Trump auf.
Moby ruft zum Widerstand gegen Trump auf.
© imago/Martin Müller
Nach der Tötung eines Mannes durch ICE-Beamte meldet sich Moby mit einem emotionalen Appell. Er ruft zum Widerstand gegen Trump auf.

Der US-amerikanische Elektro-Musiker Moby (60) hat sich mit einem eindringlichen Video auf Social Media zu Wort gemeldet. Anlass ist die Tötung des 37-jährigen Alex Pretti durch Beamte der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis. Der Künstler und langjährige Aktivist richtete sich direkt an seine Follower und stellte eine zentrale Frage: "Die Frage ist nicht, ob wir empört und entsetzt über die Ereignisse in den Vereinigten Staaten sein sollten, sondern vielmehr, was wir dagegen unternehmen werden."

In seinem Clip präsentiert Moby eine Liste konkreter Handlungsempfehlungen. An erster Stelle: Protestieren gehen. Das sei ein verfassungsmäßig verankertes Recht, das die Trump-Administration den Menschen nehmen wolle. Außerdem appelliert er an seine Anhänger, zur Wahl zu gehen - nicht nur bei den anstehenden Zwischenwahlen, sondern auch bei allen Sonderwahlen im Laufe des Jahres.

Boykott-Aufruf gegen Trump-Unterstützer

Der Musiker wird auch wirtschaftlich deutlich: Man solle aufhören, "skrupellose Unternehmen" zu unterstützen, die hinter Trump und ICE stünden. "Wir wissen alle, wer sie sind. Boykottiert sie.", fordert er unmissverständlich. Darüber hinaus ruft er dazu auf, Politiker zu unterstützen, die sich dem Widerstand gegen Trump und ICE verschrieben hätten, sowie andere Aktivisten zu stärken.

Ein besonderer Aspekt seiner Botschaft betrifft die Selbstfürsorge. Nur wer auf sich achte, könne auch morgen und jeden weiteren Tag ein starker Aktivist sein. Zum Abschluss zitiert Moby den verstorbenen Punk-Musiker Joe Strummer (1952-2002): "Sei empört, sei entsetzt, aber wie Joe Strummer sagte: Wut kann Macht sein, wenn man weiß, wie man sie einsetzt."

Auch andere Musikstars melden sich zu Wort

Moby ist nicht der einzige Künstler, der auf die Ereignisse in Minneapolis reagiert. Auch der DJ Seth Troxler postete am Montag ein Video, in dem er zu mehr Empathie aufrief: "Liebt euch ein bisschen mehr, denn es wird wirklich verrückt und wir müssen einfach besser werden und wirklich Empathie für alle Menschen auf dieser Welt empfinden." Sängerinnen wie Olivia Rodrigo (22), Billie Eilish (24) und deren Bruder Finneas (28) äußerten sich ebenfalls. Eilish wandte sich dabei direkt an ihre Kollegen: "Meine prominenten Kollegen, werdet ihr euch zu Wort melden?"

Die Umstände von Prettis Tod sind umstritten. Die Trump-Administration behauptet, der Beamte habe in Notwehr gehandelt, weil Pretti mit seiner Handfeuerwaffe gedroht habe. Mehrere Videos von Augenzeugen vor Ort zeigen jedoch ein anderes Bild: Pretti hielt demnach zum Zeitpunkt der Konfrontation keine Waffe in der Hand. Ein Bundesbeamter hatte die Pistole bereits aus Prettis Holster entfernt, bevor der 37-jährige Krankenpfleger aus Minneapolis erschossen wurde. Pretti besaß eine gültige Genehmigung zum verdeckten Tragen einer Waffe in Minnesota.

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